Lass mir mein Leben – Gedankensplitter

Du sorgst dich um mich.
Sagst du.
Immer wieder.
Du rufst oft an bei mir.
Zu den unmöglichsten Zeiten.
Oder du stehst vor meiner Tür.
Unerwartet.
Um mich zu besuchen.
Was soll ich nur dazu sagen?
Etwas, dass du auch begreifst.
Ich brauche deine Hilfe nicht.
Ich bin kein kleines Kind mehr.
Und durchaus in der Lage für mich selbst zu sorgen…

Sind wir doch ehrlich.
Du tust mir keinen Gefallen damit.
Absolut nicht.
Wenn ich offen sein darf…
Lass mich doch einfach in Ruhe!
Du nervst.
Du erdrückst mich.
Mit deiner Aufmerksamkeit.
Mit deinen Anrufen…
Mit deinen Besuchen…
Verstehst du das nicht?
Was versprichst du dir davon?
Wenn du mich kontrollierst?
Mich und mein Leben?
Oder es zumindest versuchst?
Willst du sie mir nicht zugestehen?
Meine Eigenständigkeit?
Raubt es dir deine Ruhe?
Wenn ich mein Leben ohne dich gestalte?
Gib es doch endlich auf!
Misch dich nicht mehr in mein Leben ein!

Lass mir mein Leben!
Ich lass dir deines.
Und ich schlafe gut.
Auch wenn ich nicht weiß.
Was du gerade tust.
Lass mir mein Leben!
Kümmere dich lieber um deines.
Wenn ich dich brauche.
Weiß ich, wo ich dich finde.
Wenn ich dich brauche.
Merkst du es schnell.
Aber lass endlich los.
Ich bin erwachsen.
Lass endlich los.
Du bist nicht verantwortlich für mich.
Nicht mehr.
Und lerne zu leben.
Ohne mich!
Ich kann es auch.
Ohne dich!

Vivienne/Gedankensplitter

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