Sie prosten mir zu.
Mit geröteten Gesichtern.
Verschwommen.
Durch den Zigarettenrauch.
Er schnürt mir die Kehle zu.
Dass ich meine ersticken zu müssen.
Ich stehe auf.
Ich kann nicht reden.
Sie rufen mir zu.
Ich kann sie nicht verstehen.
Sie lachen.
Und sie schreien.
Einer greift mir auf die Schulter.
Drückt mich an sich.
Ich rieche seinen Bieratem.
Und reiße mich los.
Mein Gott.
Es ist spät.
Zu spät…
Draußen vor dem Lokal.
Ich atme.
Mir ist kalt.
Und meine Füße schmerzen.
Die hohen Schuhe.
Und spitz sind sie auch.
Die Kälte hüllt mich ein.
Und ich kann wieder klar denken…
Du bist weg.
Du wirst nicht mehr kommen.
Nie mehr.
Und ich frage mich.
Wie kann ich leben?
Ohne dich?
Warum ist das passiert?
Warum mir?
Wozu?
Wozu war das gut?
Du hast es nicht verstanden.
Nein.
Dass ich andere Männer traf.
Dass ich sie an mich heran ließ.
Obwohl ich nur dich liebe.
Dich allein!
Was ist denn schon dabei?
Sie bedeuten mir nichts.
Du.
Du bist alles.
Und dir war es nicht egal.
Du wolltest mich für dich allein.
Weil wir zusammen gehören.
Aber tun wir das nicht auch so?
Ab und zu eine kleine Affäre.
Das tut niemandem weh…
Niemandem.
Dir schon.
Und du hast mich verlassen…
Sie rufen schon nach mir.
Es ist mir egal.
Was ist das alles?
Ohne dich?
Ich bleibe einfach stehen.
Obwohl ich friere.
In meinem dünnen Kleidchen.
Ohne Jacke.
Ohne Mantel…
Warum soll ich hineingehen?
Wozu?
Ich will nicht mehr!
Ohne dich ist alles nichts.
Ich möchte es schreien.
Aber du siehst es anders.
Was soll ich noch hoffen?
Was soll ich noch leben…?
Wozu?
Vivienne/Gedankensplitter