Die Kälte.
Sie frisst sich in meinen Körper.
Setzt sich fest.
Meine Zehen.
Eisig fühlen sie sich an…
Ganz kalt.
Fast tot.
Und die Kälte sitzt in mir.
Wie ein Stein.
Macht mich unbeweglich.
Starr.
Ich gehe durch den Regen.
In der Stadt.
Da ein paar Besorgungen.
Dort ein Einkauf.
Dunkelheit liegt in der Straße.
Und ich friere.
Ich friere so sehr.
Und ich fühle.
Wie ich mehr und mehr erstarre.
Innerlich.
Mein Blut.
Wie ein kalter Fluss zum Herzen…
Ich friere noch immer.
Als ich nach Hause komme.
Die nasse Jacke ausziehen.
Es ist.
Als wäre ich noch immer im Regen.
Obwohl die Lampe brennt.
Und zwei Kerzen Helligkeit spenden.
Ich friere.
Obwohl die Katze auf meinen Schoß springt.
Sich an mir reibt.
Zärtlich.
Und laut schnurrt.
Der Kaffee.
Er wärmt mich nicht.
Ich trinke ihn.
Und er verpufft irgendwo.
Auf dem Weg zum Magen.
Die Kälte bleibt.
Die Kälte des Regens.
Sie hat mich ergriffen.
Gepackt.
Lässt mich nicht mehr los…
Ich hülle mich in eine Weste.
Reibe die Handflächen aneinander.
Die Heizung ist eingeschaltet.
Doch irgendwie.
Scheint sie keine Wärme mehr zu geben…
Die Welt ist kalt.
Gefühllos.
Ohne Barmherzigkeit.
Es ist.
Als würde ich diese Kälte spüren.
Eine unpersönliche Kälte.
So meine ich.
Hart.
Besitzergreifend…
Aber irgendwann.
Wird sie gehen.
Muss sie gehen.
Diese Kälte.
Die Nacht.
Sie geht vorüber.
Und öffnet sich der Sonne.
Und der Regen.
Macht der Sonne Platz.
Die Kälte weicht…
Vivienne/Gedankensplitter