No sports!
So sagte Winston Churchill.
Genoss sein Leben.
Ohne Sport.
Mit dicken Zigarren und schönen Frauen.
Und er wurde fast 91 Jahre alt…
No sports!
So sage auch ich.
Ich bin 43.
Und auch nicht unbedingt schlank.
Und Sport.
Interessiert mich sehr.
Aber nur.
Wenn ich meinen Bruder anfeuere.
Beim Tennisspielen.
Oder beim Marathon.
Oder.
Wenn ich vor dem TV-Gerät sitze.
Und den Schifahrern zusehe.
Den Schispringern.
Und den Fußballern…
Manche sehen mich an.
Schütteln den Kopf.
Und meinen.
Ein wenig Sport würde mir nicht schaden.
Ein wenig Sport.
Gut für den Körper.
Gut für die Seele.
Gut für die Figur…
Vielleicht haben sie Recht.
Vielleicht.
Aber dann denke ich immer.
Warum sollte ich mich zwingen?
Zu etwas.
Das ich nicht machen will?
Wäre es dann überhaupt noch?
Gut für den Körper?
Gut für die Seele?
Gut für die Figur?
Ich denke nicht.
Nichts funktioniert.
Das unter Zwang geschieht.
Weil man meint.
Man müsste.
Niemand macht etwas.
Wirklich gut.
Wenn er muss.
Obwohl er nicht will.
Auch eine Blume.
Man kann sie nicht zwingen zu blühen.
Wenn sie nicht möchte…
Zwang ist ein karger Boden.
Voller Steine.
Und ohne Nährstoffe.
Viel gedeiht nicht dort.
Und was doch wächst.
Bleibt klein.
Und verkümmert…
No sports.
Ich vermisse den Sport nicht.
Warum auch?
Ich habe andere Talente.
Zweifellos.
Wenn ich ehrlich bin.
Ich lebe doch in einer Welt.
Die ich mir selbst kreiert habe.
Voller Geschichten und Poesie.
Voller Träume und Märchen…
In dieser Welt.
Spielt Sport keine Rolle.
Ich vermisse ihn also nicht wirklich.
Meine Welt.
Sie ist bunt und bezaubernd.
Und sehr lebendig.
Und das ist viel mehr Wert.
Als Sport.
Den ich nie mit dem Herzen ausübe…
Vivienne/Gedankensplitter