Lazy Sunday Morning – Gedankensplitter

Ist es nicht herrlich?
Sich im Bett räkeln.
Wo es weich ist.
Und wohlig warm.
Und die Sonne blitzt durch.
Durch die Ritzen im Rouleau!
Sonntagmorgen…
Noch Schlaf in den Augen.
Aber unbeschwert.
Wie selten.
Während ich Kaffee mache.
Ein Weckerl schmiere.
Mit Margarine und Marmelade.
Und dann versonnen frühstücke.
Am Tisch.
Die Katze springt durch das Zimmer.
Versucht.
Lichtreflexe zu erhaschen.
Und wird nicht müde dabei…
Ich blicke durch das Fenster.
Vor mir der Hasel.
Der schon richtig blüht.
Ein Banner flackert im Wind!
Es ist Frühling!
Endlich ist es Frühling…

Später.
Liege ich auf der Couch.
Nackt.
Und verträumt.
Die Katze sitzt auf der Lehne.
Ihr Blick schweift durch den Raum.
Der Schwanz zuckt.
Und sie miaut.
Heiser.
Während ihre Augen.
Den kleinen Regenbogen folgen.
Das Katzengras.
Wie eine kleine Wiese.
Mitten im Raum.
Üppig sprießend…
Ich schließe die Augen.
Träume mich davon.
Fühle eine prickelnde Leichtigkeit.
Wie lange nicht.
Und wünsche mir.
Ich müsste nicht mehr aufstehen.
Von hier.
Einfach nur daliegen.
Mich selbst fühlen.
Spüren.
Eins mit mir.
Die Sorgen sind entschwunden.
Ein heller Farbfleck vor den Augen.
Dass ich eindöse…

Ich schrecke hoch.
Als ich einen Schmerz fühle.
In der Zehe.
Die Katze.
Will sich verbeißen.
Fast lustvoll.
Und ich gebe ihr einen Klaps.
Damit sie loslässt.
Und mich verwirrt ansieht.
Und wütend.
Mit zurückgelegten Ohren.
Und wilden Augen…
Ich seufze.
Das Tagwerk ruft.
Im Licht der Sonne.
Katzenhaare und Staub.
Spielzeug.
Ja.
Ich muss saubermachen.
Hilft alles nichts…
Ich ziehe mich an.
Ordne meine Mähne.
Dann öffne ich die Fenster.
Der Frühling soll herein.
Unbedingt!

Vivienne/Gedankensplitter

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