Kehr doch vor deiner eigenen Türe – Feuerlile

Immer.
Weißt du alles besser!
Immer.
Gibst du deinen Senf dazu!
Auch wenn man dich nicht fragt!
Kapier endlich.
Deine Tipps.
Deine guten Ratschläge.
Sie sind so verzichtbar.
Wie ein Kropf.
Du nervst.
Merkst du das?
Man braucht dich nicht.
Und deine so genannte Weisheit.
Und ich.
Brauch dich am wenigsten.
Wenn du dich suhlen willst.
In meinen Sorgen.
Wenn du dich wichtig machen willst.
Und mich zwangsbeglücken möchtest.
Mit dem.
Was du für den besten Weg hältst.
Für mich.
Verschwinde einfach!
Behalt es für dich.
Ich hör gar nicht hin.
Und wenn du die Welt verändern willst.
Dann fang bei dir selbst an!
Kehr’ doch vor deiner eigenen Tür!

Du Weltverbesserer!
Selber.
Stehst du gar nicht so gut da.
Wie du denkst.
Und deine eigenen Kinder.
Die pfeifen auf deine Ratschläge.
Sie tun, was sie wollen.
Sie lachen über dich.
Ganz offen.
Dein Predigen.
Es kümmert sie nicht.
Nicht ein bisschen.
Du stehst nur da.
Hilflos.
Und suchst dir neue Opfer.
So muss man es wohl nennen.
Leute.
Die dir zuhören.
Leute.
Die auf dich hören.
Die dich für klug halten.
Und vorausschauend…
Das gibt es tatsächlich.
Dabei kämpfst du selbst.
Mit den Fallstricken des Lebens.
Und so wie du dir das vorstellst.
Ist das Leben auch nicht gestrickt.
Aber glaub ruhig.
Was du glauben willst!
Bau dir deine eigene Welt.
Aus all dem.
Das dich klug macht.
Vermeintlich.
Aber mich.
Mich lass in Ruh’!
Bleib mir vom Leib!
Kehr’ doch vor deiner eigenen Tür!

Nach einer wahren Begebenheit

Vivienne/Gedankensplitter

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