Das Monster in meinem Bauch.
Es ist tot.
Nach hartem Kampf besiegt.
Vorbei.
Denke ich.
Vorbei.
Aber das Monster.
Es hat ein Ei gelegt.
Und nun.
Nun ist etwas geschlüpft.
Ein Baby-Monster…
Ich hätte vielleicht warten sollen.
Nicht gleich wieder arbeiten gehen.
Und vor allem.
Die Medikamente weiter nehmen…
Aber ich war unvorsichtig.
Ich gab nach.
Und nun.
Übelkeit.
Schmerzen.
Und auch das Baby-Monster.
Es brüllt in meinen Eingeweiden.
Essen.
Es scheint die unwichtigste Sache zu sein.
Überhaupt.
Nie mehr essen.
Und ich greife zu den Tabletten.
Wieder.
Ich weiß es ja.
Mir ist schwindlig.
Und alles schmeckt ekelhaft.
Auch das Wasser…
Graue Wolken am Himmel.
Grau und trüb.
So wie sich mein Bauch anfühlt…
Und das Baby brüllt wieder.
Es ist.
Als saugt es mir die Kraft aus dem Körper.
Monster bleibt Monster…
Ich liege wieder da.
Auf der Couch.
Ich friere.
Und tu mir selber Leid.
Die Katze.
Sie klettert herum auf mir.
Sie merkt nichts.
Dass ich leide.
Sie rollt sich ein.
Auf dem Bauch.
Und wärmt mich.
Oder doch das Baby-Monster?
Ich horche hinein.
In mich.
Ob es mir etwas sagen möchte…
Geh einfach.
Denke ich mir.
Geh, Baby-Monster.
Geh…
Ich will wieder meine Ruhe!
Ich döse ein wenig.
Träume von roten Äpfeln.
Und davon.
Dass ich nun alle verstehe.
All die Menschen.
Die mich so nerven.
Die mir ihren Stempel aufdrücken.
Und die ich gern los wäre.
Oft.
Aber plötzlich.
Da verstehe ich ihr Tun.
Und was sie bedeuten für mich.
In Wahrheit.
Ich bin eine andere.
Weise und abgeklärt.
Und gebe anderen Tipps…
Aber als ich hochschrecke.
Ist alles vergessen.
Ich weiß nichts mehr von dem.
Das mich befreite.
In Gedanken.
Die Fesseln löste.
Von meiner Seele.
Ich setze mich auf.
Und merke.
Auch das Baby-Monster.
Es hat mich nun verlassen.
Wenigstens das…
Vivienne/Gedankensplitter