Patchwork – Gedankensplitter

Urlaub.
Und es ist herrlich!
Ein wenig faulenzen.
Bummeln in der Stadt.
Stundenlang.
Herumlaufen.
Bis die Füße schmerzen.
Dazwischen eine Melange.
Und ein Eis.
Manchmal.
Da lacht die Sonne vom Himmel.
Aber dann heißt es flüchten.
Vor dem Regen.
Ein Guss.
Schnell ist man nass.
Schnell.
Bis auf die Haut.
Aber das macht nichts.
Es ist ja Urlaub…

Jetzt bin ich daheim.
Wieder.
Und es sieht nach Regen aus.
Wieder.
Ein paar Tropfen.
Und viele Wolken.
Patchwork-Wetter.
So nenne ich das.
Weil es nie gleich ist.
Auf Regen folgt Sonne.
Auf Sommerhitze kühler Wind.
Und ab und an ein Gewitter.
Ich habe mich hingelegt.
Es war anstrengend.
Aber auch schön.
Jetzt kann ich ruhen.
Wie ich möchte!
Niemand redet mir drein.
Die Katze.
Sie hat mich so vermisst!
War ich wirklich so lange weg?
Die Zeit vergeht schnell.
Wenn man glücklich ist.
Wenn man entspannt ist.
Und sorglos…

Sorglos.
Das bin ich nicht oft.
Jetzt im Urlaub.
Ist viel abgefallen.
Das mich bedrückte.
So viel…
Aber der Alltag kommt wieder.
Wie auf einer Patchwork-Decke.
Dunkel neben hell.
Gemustert neben einfärbig.
Alle Farben.
Stoffe.
Kunstvoll vernäht.
Miteinander.
Bunt.
Wie das Leben…
Es tröpfelt wieder.
Dunkle Wolken.
Sie verheißen nichts Gutes…
Vielleicht noch ein Gewitter.
Vielleicht starker Regen.
Ich lege mich wieder hin.
Schließe die Augen…
Nur ein wenig dösen.
Sag ich mir.
Dann gehe ich duschen!

Irgendwie nicke ich ein.
Spüre kaum.
Wie die Katze zu mir springt.
Ich höre ihr zartes Miauen.
Als sie sich auf mich legt.
Bis in den Schlaf.
Wo es sich verwebt.
Zu einem verrückten Traum.
Zwischen Gedanken und Realität.
Zwischen Fantasie Wahrheit.
Bunt.
Wie die Decke.
Patchwork..
Es wird später.
Und ich träume weiter.
Scheinbar ohne Sinn…
Unser Leben.
Es verläuft nicht anders.
Stoff an Stoff genäht.
Das Muster.
Wir wählen es selbst.
Mit unseren Entscheidungen.
Mit unseren Taten.
Was herauskommt.
Am Ende unseres Daseins.
Das sind wir.
Wir selbst.
Wir dürfen uns nicht beschweren…

Vivienne/Gedankensplitter

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