Du warst mit einmal alles!
Alles.
Was man mit Worten ausdrücken kann.
Ich liebte dich.
Mit dir.
Wollte ich eine Familie.
Und ich träumte.
Von einem Glück.
Schöner als der prachtvollste Stern am Himmel…
Doch du…
Du warst nicht der Mann.
Den ich in dir gesehen habe.
Du kanntest nur DICH.
Kein WIR.
Was du wolltest.
Das musste geschehen.
Auch wenn ich dagegen war.
Und manchmal.
Da hast du mich geschlagen.
Deswegen.
Du wolltest meinen Willen brechen.
Ein anhängliches Weibchen.
Das sollte ich dir sein.
Hingebungsvoll.
Ohne eigene Pläne.
Dass sich dir unterordnet.
Das sich nur fügt.
Aber das war ich nie…
Eines Tages.
Da hatte ich genug.
Ich packte meine Koffer.
Und zog aus.
Begann ein neues Leben.
Du hast nur gelacht.
Du warst dir sehr sicher…
Ein Jahr später.
War ich wieder glücklich.
Oder besser gesagt.
Richtig glücklich.
Mit einem Mann.
Der mich nicht einengte.
Der mich nie leiten wollte.
Sondern mich akzeptierte…
Der mich angenommen hatte.
Gut aufgehoben.
Geborgen.
Er und ich.
Ineinander.
Miteinander.
Und so viel stärker als je.
Ein Band geknüpft aus zwei Bändern.
Unzerreißbar…
Gestern.
Da bist du aufgetaucht.
Bei mir in der Arbeit.
Schlecht rasiert.
Ungepflegt.
Und du wolltest dich ausweinen.
Bei mir.
Du hast gebettelt.
Ich möge dich wieder nehmen.
Zurückkehren.
Dich wieder lieben.
Leben mit dir.
Du hättest dich geändert.
Du wolltest alles gut machen.
Ich hörte kaum zu.
Was du sagtest.
Es war so lächerlich.
Ich glaubte kein Wort.
Reine Mitleidsmasche.
Du wolltest mich zurück.
Ich verstand schon.
Aber ich wollte dich nicht…
Du bist gegangen.
Ohne ein Wort.
Aber nicht mehr mitleidsheischend.
Nein.
Du sahst wütend aus.
Einfach nur wütend…
Du hast nichts begriffen.
Nein.
Männer wie du.
Die ändern sich selten.
Männer wie du.
Die muss man vergessen…
Vivienne/Gedankensplitter