Die Zeit vergeht…
Zwei Jahre.
Dieser Tage.
Zwei Jahre lebe ich in meinem Heim.
In meinem neuen Heim.
In der Stadt.
Damals schien die Sonne.
Und ich war so unsportlich.
Ich schnaufte.
Beim Tragen der schweren Schachteln.
Mein Herz tat mir weh.
Nicht bildlich.
Sondern wirklich.
Weil ich mich so anstrengte.
Unvergessen.
Der Gang zum Meldeamt.
Damit wurde es bescheinigt.
Ich lebte hier.
Einfach und bescheiden.
Und mit dem Damoklesschwert über mir.
Es war nicht einfach.
Ich musste sparen lernen.
Sparen wie nie zuvor.
Und ich konnte oft nicht schlafen.
Vor lauter Sorge.
Bisweilen.
Geht es mir auch heute noch so.
Zwei Jahre.
Und mein Heim.
Es wurde bunt.
Fröhlich.
Ganz mein Stil.
Ich bin daheim.
Hier.
Seit zwei Jahren.
Und ich bin zufrieden…
Ich musste kämpfen.
Hart.
Und irgendwie kam es mir vor.
Ich hätte niemanden auf meiner Seite.
Tipps und Ratschläge.
Hilfreich sein wollende Ränke.
Ich konnte sie nicht gebrauchen.
Und ich wehrte mich.
Mit Vehemenz.
Bemüht.
Nur das zu tun.
Was ich wirklich will.
Den Tränen nah.
Oft.
Und ich fing an.
Fotos von mir aufzuhängen.
Fotos auf denen ich lachte.
Ich hoffte.
Es möge ansteckend sein.
Und ich hoffte.
Es möge dann auch kein Platz mehr sein.
Für die Fotos von jemand anderem.
Der sich in mein Leben drängen wollte.
Mit Gewalt.
Abgeschmettert!
Gott sei Dank.
Und wenn ich an ihn denke.
Heute.
Dann grinse ich.
Boshaft.
Und ich bin zufrieden…
Ich habe manchen abgewehrt.
In zwei Jahren.
Meine Tür.
Sie ist eine besondere.
Und sie lässt nicht jeden ein…
Und wenn es regnet.
Diesen Abend.
Dann sitze ich da.
Beschaulich.
Trinke Saft.
Und ich lasse die Gedanken treiben…
Meine Katze.
Schläft auf meinem Schoß.
Eingerollt.
Und ich denke.
Sie liebt ihr Leben.
Es geht ihr gut.
Wie mir.
Kostbar.
Was ich mir da geschaffen habe.
Nicht teuer.
Aber ich fühle mich wohl.
Ich genieße es.
Und ich bin zufrieden…
Vivienne/Gedankensplitter