Erinnerung – Gedankensplitter

Ich vergesse nicht.
Und manche meinen.
Ich bin verhaftet.
In der Vergangenheit.
Das stimmt nicht.
Nicht so.
Ich denke nur.
Vergangenheit und Zukunft.
Sie sind eins.
Und die Zukunft.
Sie wäre nicht wie sie wäre.
Ohne all das.
Das in der Vergangenheit passiert ist.
Man kann die Zukunft nicht betrachten.
Ohne das Vergangene zu betrachten.
Und das.
Das vergessen die meisten.
Wenn sie sagen.
Sie leben nur in den Tag.
Sie fragen nicht nach gestern.
Sie fragen nicht nach morgen…

Ich kann das nicht.
Ich blicke zurück.
Und frage mich.
Nach dem Sinn.
Und nach dem.
Was ich selbst gestalten kann.
In meinem Leben.
Wir tun es ständig.
Unser Leben gestalten.
Mit allem was wir tun.
Mit allem was wir lassen.
Wer denkt darüber nach?
Ich tue es.
Öfter.
Kleinigkeiten.
Können unseren Weg verändern.
Bringen uns um die große Chance.
Oder läuten den Erfolg ein.
Und doch.
Ich meine.
Was uns wirklich bestimmt ist.
Das können wir nicht verpassen.
Und wenn es auf Umwegen geschieht.
Es kommt.
Was kommen muss…

Manchmal.
Da frage ich mich.
Was ist morgen?
Was wird sein?
Wird mein Tag bunt?
Wenn es mir schlecht geht.
Dann ziehe ich mich zurück.
Innerlich.
Ich frage nicht.
Ich warte nur.
Passiv.
Das kann durchaus gut sein.
Bisweilen.
Gute Laune.
Optimismus.
Sie kommen und gehen.
Wie der Wind über das Land.
Und wer mir einreden möchte.
Man kann immer fröhlich sein.
Der lügt…

Ich denke an das Vergangene.
Und das ist wichtig.
Denn es sagt mehr über uns aus.
Und über die Zukunft.
Als wir ahnen…
Ich bin erst erwachsen geworden.
In meiner größten Krise.
Und immer wenn ich kämpfen muss.
Dann werde ich ein wenig erwachsener.
Ich fordere nichts vom Leben.
Nein.
Es gibt nämlich nichts.
Das ich nicht selber trage.
In mir.
Das zeigt mir das Leben.
Das zeigt mir die Erinnerung.
Erinnerung.
Kostbar.
Wegweiser.
Und Hilfe.
Mich besser zu verstehen…
Mich und mein Leben…

Vivienne/Gedankensplitter

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