Sie braucht nicht viel am Tag.
Sagt die Schauspielerin.
Nur 1300 Kalorien.
Nicht mehr.
Und dazu.
Ein Glas Zitronensaft.
Frisch gepresst.
Dazu nur Fisch und Gemüse.
Das bereitet man ihr zu.
Sie hat ja eine Köchin.
Denn Chips und Fast Food.
Das macht dick.
Sagt die Schauspielerin.
Und dann bekommt sie nicht die Rollen.
Die sie möchte…
Man liest es.
Kopfschüttelnd.
Das Leben eines Stars.
Es ist auch nicht das.
Was man meint.
Öfter.
Nein.
Nur gesund essen.
Und dazu Zitronensaft.
Das liest sich nicht gut.
Das liest sich nicht genussvoll.
Lohnt es sich ein Star zu sein?
Überhaupt?
Wenn man sich kasteien muss?
Wenn man nie die sein darf?
Die man sein möchte?
Ich selber.
Ich bin kein Star.
Ich esse auch nicht viel.
Aber etwas mehr.
Als dieser Star.
Das schon.
Fast Food.
Das mag ich gar nicht.
Mir graust vor Hamburgern.
Und Chips…
Die brauche ich nicht.
Zum Leben.
Wirklich nicht.
Trotzdem.
Ich bin nicht dünn.
Nein.
Manche würde sogar sagen.
Fett.
Obwohl ich abgenommen habe.
Eigentlich sehr viel.
Ansichtssache.
Ich kann es mir nicht leisten.
Groß zu essen.
Ich muss sparen.
Ich lebe wohl ungesund.
Irgendwie.
Obwohl ich Obst esse.
Ausreichend.
Ich habe schließlich keine Köchin.
Die für mich sorgt…
Nein.
Ein Star hat kein schönes Leben.
Meine ich.
Ich möchte kein Star sein.
Ich wäre wohl auch keiner.
Mit meiner Figur.
Denn als Frau musst du schön sein.
Größe 34.
Maximal.
Du musst Botox spritzen.
Und ins Fitnessstudio gehen.
Regelmäßig.
Denn Fettröllchen.
Die sind verboten!
Traurig.
Ich bin lieber wie ich bin.
Und schlank werde ich nie sein.
Niemals!
Und wenn mich einer liebt.
Dann nicht wegen der Figur.
Oder wegen des Geldes.
Ganz sicher nicht.
Es muss schon mein Innerstes sein…
Ich möchte mich nicht anpassen.
Nein.
Es ist demütigend.
Und du wirst ausgetauscht.
Dennoch.
Denn jüngere Frauen.
Die gibt es immer…
Die drängen ständig nach…
1300 Kalorien.
Ist es das wert?
Wird man so glücklich?
Nein.
Ich denke nicht.
Man tut es.
Der Karriere wegen.
Um den Mann zu bekommen.
Den man liebt.
Aber glücklich.
Glücklich wird man nicht.
Auch wenn man sein Ziel erreicht.
Temporär.
Ich gebe es zu.
Glücklich.
Das bin ich auch nicht.
Nicht immer.
Man nannte mich schon Frustwuchtel.
Aus „berufenem“ Munde…
Aber wenigstens bin ich!
Wie ich bin!
Lebe ich!
Wie ich möchte!
Biedere ich mich nicht an!
Niemals!
Ich bin ich!
Vivienne/Gedankensplitter