Wenn ich heimkomme.
Von der Arbeit.
Da bin ich müde.
Kraftlos.
Ich muss den Tag verdauen.
Mit all den Höhen und Tiefen…
An manchen Tagen.
Da bin ich zerschlagen.
Richtiggehend.
Depressiv.
Und missgestimmt.
Ich nehme ein Bad.
Um zu entspannen.
Bin dann noch müder.
Oft.
Ich lege mich nieder.
Auf der Couch.
Und fühle mich verbrannt.
Innerlich.
Ich kann es nicht anders beschreiben…
Wenn ich einschlafe.
Dann träume ich schlecht.
Wirr.
Bedrückend.
Und wenn ich wache werde.
Nach einer Stunde.
Oder so.
Liegt Blei.
Auf meiner Seele…
Dann.
Dann springe ich auf.
Und plötzlich.
Bin ich hellwach.
Kümmere mich um den Abwasch.
Putze die Kaffeemaschine.
Säubere den Abfluss.
Im Waschbecken.
Und ich beginne.
Die Wäsche zu waschen.
Der Müll gehört hinunter.
Und das Katzenklo.
Das muss auch wieder sauber werden.
Ich füttere die Katze.
Und gieße die Zimmerpflanzen…
Es gibt manches zu tun!
Seltsam.
Auf einmal habe ich Kraft.
Obwohl ich so schlapp war.
Vor ein paar Stunden.
Zu schlapp selbst.
Um mir Kaffee zu machen…
Alles läuft.
Fast wie von selbst.
Locker und lässig.
Geht es mir von der Hand.
Je später es wird.
Desto wacher werde ich.
Zuerst fror ich.
Nun ist mir warm.
Warm im Körper.
Warm um’s Herz…
Manchmal.
Da sehe ich aus dem Fenster.
Wie es dunkler wird.
Und die Lichter erlöschen.
Nach und nach.
Ich fühle mich gut.
Und ich bin zufrieden.
Die Katze.
Sie hat sich eingerollt.
Längst.
Und schläft.
Während ich hellwach bin.
Kaffee trinke.
Oder Tee.
Und einem lieben Freund schreibe.
Am Laptop.
Oder ein Gedicht verfasse.
Meine Gedanken zu Papier bringe…
Ich könnte so weitermachen.
Noch Stunden.
Aber es ist spät.
Und morgen…
Da wartet ein anderer Arbeitstag.
Morgen früh.
Wenn ich wieder müde bin.
Einfach müde.
Weil ich ein Nachtmensch bin.
Und die Nacht mich erst aufweckt…
Vivienne/Gedankensplitter