Der junge Frühling ist erwacht!
Und alles hat er bunt gemacht!
Die Krokusse dort auf der Wiese.
Wenn sich doch einer Pflücken ließe!
Die bunten Blumen – prachtvoll schön,
sind sie entzückend anzusehen.
Forsythie steht schon in Gelb!
Am schönsten ist doch diese Welt,
wenn König Frühling sie regiert.
Und niemand mehr im Winter friert…
Ich spüre auch ganz lau den Wind,
der jetzt ganz sanft zu weh’n beginnt.
Buschwindröschen und Narzissen,
die möchte ich jetzt nicht mehr missen.
Die Köpfchen dreh’n sie nach der Sonne,
auf dass sie ganz viel Licht bekommen…
Doch such ich nicht die Blütenpracht,
die so viel Farben uns gebracht.
Dort unter’m Baum vielleicht versteckt?
Doch nein, ich hab ihn nicht entdeckt!
Ihn, den Hasen mit den langen Ohren,
der stets im Frühling auserkoren,
die Welt mit Eiern zu beschenken,
damit wir auch an Ostern denken…
Wo mag der Eifrige nur sein?
Wo mag‘ der Osterhas‘ verweil’n?
Ach, wenn ich eine Karotte hätte!
Ich lockt‘ ihn schon aus dem Verstecke!
Dort, wo er die Eier färbt,
dort ,wo er lange fleißig werkt…
Ich dreh mich um und, hoppala!
Da sitzt der Hase plötzlich da.
Sein Fell ist braun, die Ohren lang.
So lächelt er mich freundlich an.
Ein rotes Ei in einer Hand,
daran hab ich ihn gleich erkannt.
Und dieses Ei, mein lieber Freund,
ich habe nämlich nicht geträumt,
das habe ich dir mitgebracht!
Damit es dir viel Freude macht!
Vivienne/Gedankensplitter