Schlaflos… – Gedankensplitter

Du drehst dich im Bett.
Hin und her.
Schon eine halbe Stunde.
Oder länger.
Du schielst auf den Radiowecker.
Mit einem Auge.
Und spürst.
Die bleierne Müdigkeit.
In deinen Gliedern.
Dein Kopf.
Er ist schwer.
Dein Nacken schmerzt.
Du drehst dich auf den Rücken.
Starrst in das Schwarz.
Der Arbeitstag.
Er geht dir durch den Kopf.
Wieder.
Wie Räder.
Die sich drehen.
In deinem Gehirn.
Immer und immer wieder.
Die Räder.
Sie knacken.
Oder sind es die Knochen?

Du ächzt.
Du kommst nicht mehr los.
Von deiner Arbeit.
Der neue Job.
Er fordert dich.
Mehr als du geahnt hast.
Überstunden.
Entscheidungen.
Immer am Limit.
Und kein ruhiger Moment.
Allenfalls eine Zigarette.
Und ein Becher Kaffee.
Und dann wieder weiter.
Immer 200 %.
Und das.
Zwölf Stunden am Tag.
Manchmal mehr…
Du schnaufst.
Und drehst dich wieder.
Auf die andere Seite.
Keine Erholung mehr.
Keine Entspannung.
Dein Puls.
Erhöht.
Auch wenn du im Bett liegst.
Frisch geduscht.
Oder am Wochenende.
Abends.
Beisammen mit Freunden.
Bei einem Bier.
Oder zwei…

Manchmal.
Da schläfst du wieder ein.
Nachdem du wach warst.
Eine Stunde.
Oder zwei.
Und morgens.
Da bist du gerädert.
Rote Augen.
Blaue Ringe unter den Augen.
Und dir ist schlecht.
Wenn du aus dem Haus gehst.
Ab und an.
Da hast du dich übergeben.
Auf dem Weg zum Auto.
Und du hast abgenommen.
Nicht viel.
Aber du hast es gemerkt…
Wenn du nicht einschläfst.
Dann stehst du auf.
Schlaftrunken.
Trinkst Kaffee.
Unmengen.
Und siehst fern…
Das ist dein Leben!
Denkst du dir.
Du wolltest Karriere.
Jetzt hast du sie.
Aber wie?

Vivienne/Gedankensplitter

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