Oktobertag – Gedankensplitter

Hoffnungsloses Grau.
Dazu Regen.
Selbst die Farben des Herbstes.
Matt.
Schaumgebremst.
Ein Tag.
Er könnte nicht trüber sein.
Trotz Kaffee.
Trotz heißer Dusche.
Ich rühre in der Tasse.
Etwas lustlos.
Nicht einmal der Kaffee.
Schmeckt mir heute.
Als hätte er.
Das Grau übernommen.
Das im Tag liegt.
Und genauso.
Würde er schmecken…
Grau…

Formalitäten erledigt.
Alles ganz einfach.
Letztlich.
Und ich floh.
Vor dem Regen.
Und der Kälte.
Die mich umfing…
Ein neuer Weg.
Eine neue Chance.
Vielleicht.
Wird alles besser.
Jetzt.
Ein wenig zumindest…
Es scheint.
Als würde das Grau.
Auch über den Gedanken liegen.
Wie Nebel.
Warum so skeptisch?
Warum so vorsichtig?
Jeder Tag.
Ist nur so grau.
Wie man ihn sieht…

Eine Tasse Tee.
Zur Abwechslung.
Blutorange.
Und dann die Zeitung.
Ich liege auf der Couch.
Blättere mich durch die Seiten.
Draußen Grau in Grau.
Dass ich wirklich meine.
Trübsinnig zu werden.
Wenn das so weitergeht!
Wo ist die Sonne?
Morgen.
Soll die Sonne wieder kommen.
Zeitweise.
Wer weiß?
Vielleicht stimmt die Prognose.
Und ich erhasche ein paar Strahlen.
Wer weiß…

Ich trage den Müll hinunter.
Wasche das Geschirr ab.
Ich bin müde.
Und weiß nicht warum…
Ein Abschied.
Für immer.
Seltsam.
Dass ich wehmütig werde.
Obwohl ich gern gehe.
Sehr gerne.
Fraß mich nicht alles auf?
Sieben Jahre.
Ging ich ein und aus.
Jeden Tag.
Schöne Tage.
Stressige Tage.
Unerträgliche Tage…
Zuletzt waren sie es.
Jeden Tag.
Ich lasse es mir gut gehen!
Denke ich mir.
Entspannen.
Weg mit dem Gerümpel!
Erinnerungen…
Sie sind es nicht Wert.
Dass ich an sie denke.
Grüble.
Sie sind wie der Nebel.
Wie der Regen.
Sie machen mich krank!

Vivienne/Gedankensplitter

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