Du zitterst noch immer.
Ein wenig.
Eine Tasse Tee.
Die beruhigt dich.
Eine Stunde.
Ist es her.
Und noch immer.
Bist du so aus dem Häuschen.
Stimmt.
Es traf dich unerwartet.
Gerechnet.
Hast du nicht damit.
Dass er auftaucht.
Sonntagvormittag.
Während du.
Im Schlafanzug rumlatscht.
Ein wenig fernsiehst.
Und faulenzt.
Dieser Mistkerl.
Der sich einmischen muss.
In deine Entscheidungen.
Der glaubt dir sagen zu müssen.
Was du tun sollst.
Obwohl er.
Keine Ahnung hat.
Nicht einmal ansatzweise…
Das Läuten an der Tür.
Das erschreckte dich.
Und doch.
Glaubtest du zuerst.
Einer von den Nachbarn.
Würde dastehen.
Vielleicht um Zucker bitten.
Oder um Milch.
Kann passieren.
Am Wochenende.
Aber.
Es war er.
Der beste Freund.
Deines Ex.
Und er wollte in die Wohnung.
Dich überrumpeln.
Wir müssen reden!
Musstet ihr das?
Nein.
Bestimmt nicht!
Du hast deinen Freund verlassen.
Weil du genug hattest.
Von seiner Kontrollsucht.
Von seiner Eifersucht.
Paranoid.
Man musste es so nennen.
Und nicht anders.
Aber sein Freund.
Der sah es anders.
Klar.
Der sah nur Liebe.
Übergroße Liebe…
Das Gewäsch.
Seines Freundes.
Das hast du schon öfter gehört.
Er rief dich an.
Ein paar Mal.
Überleg es dir!
Du brichst ihm das Herz!
Er liebt nur dich…
Du hast aufgelegt.
Gleich.
Und du hast ihn nicht hereingelassen.
Heute Vormittag.
Er.
Hätte dich nur terrorisiert.
Zu deinem Ex zurück zu kehren.
Weil er so arm ist.
Und so einsam.
Und so traurig…
Keine Diskussionen.
Du hast abgesperrt.
Während er an die Tür klopfte.
Verdammt!
Mach auf!
Das war.
Vor einer Stunde.
Und er war weg.
Endlich…
Noch ein Schluck Tee.
Und am seltsamsten ist.
Dass nie dein Ex selber.
Sich gemeldet hat.
Bei dir.
Sondern nur er.
Sein Freund.
Sein Freund!
Genau.
Der die Drecksarbeit macht….
Vivienne/Gedankensplitter