Mal so und mal so – Erfahrungen mit Ebay

Diesmal geht es wieder um ebay-Erfahrungen, die NICHTS mit meinem Samenverkauf zu tun haben.

Mein Mann wollte sich vor etwa einem Jahr ein Sägekettenschärfgerät zulegen. Er fand eine Firma im Internet mit relativ günstigen Preisen, konnte sich aber nicht zwischen 2 Modellen entscheiden. Deshalb bestellte er kurzerhand beide um etwa je 70 Euro plus Versand aus Deutschland und wollte jenes, welches ihm weniger entsprechen würde, wieder zurückschicken.

Die Entscheidung zwischen den beiden Artikeln fiel nicht so schwer, jedoch mussten wir feststellen, dass bei einer Rücksendung die Kosten selbst zu tragen gewesen wären, was immerhin beinahe 20 Euro gewesen wären. Diesen Betrag wollten wir nicht ‚in den Wind schießen‘ und mein Mann meinte, das Gerät einem Bekannten verkaufen zu können.

Daraus wurde aber leider nichts. Ein Zettel wurde an verschiedenen Stellen aufgehängt, ohne dass sich jemand gemeldet hätte. Schließlich vergaßen wir fast darauf und entschieden uns dann, das nie ausgepackte und nie zusammengestellte Gerät als neu in ebay zu einer Aktion ohne Einstellgebühr um 50 Euro Startpreis zu verkaufen.

In der Artikelbeschreibung beschrieb ich es auch so, wies aber nicht ausdrücklich auf die Garantie hin, bzw. bot selbst keine an, da ich wusste, im Garantiefall würde es kompliziert werden. Man konnte aber durchaus annehmen, dass noch Herstellergarantie auf das Gerät sein müsste und man im Falle des Falles sicher nachfragen könne, zumal die Rechnung ja vorhanden war.

Schließlich wurde das Gerät zum Startpreis verkauft, es blieb in Österreich, was wegen der hohen Versandkosten nach Deutschland nicht verwunderlich war. Es war schnell bezahlt und verschickt, wir dachten nicht weiter daran, bis 2 Wochen später in ebay negativ bewertet wurde!!

Der Text lautete ungefähr: ‚Warnung! Gerät hat Gebrauchsspuren, ist defekt (hat Kurzen)‘
Ich war zutiefst verärgert, zumal erstens Gebrauchsspuren unmöglich waren und zweitens keine Kontaktaufnahme stattgefunden hatte. Wenn dem so gewesen wäre, hätte ich sicher eine Lösung im Zuge der Herstellergarantie angestrebt, auch wenn das nicht einfach geworden wäre. So bewerte ich meinerseits (was ohnehin laut ebay nur positiv möglich ist), auf den Missstand hinweisend und antwortete auf die Bewertungen dergleichen, was beides vom Käufer seltsamerweise ignoriert wurde.

Denn hätte ich 60 Euro für ein angeblich neues Gerät bezahlt und müsste feststellen, dass es nicht funktioniert, würde ich nichts unversucht lassen, um zu meinem Recht zu kommen. Daraus schloss ich, dass an der Sache etwas faul war. Die negative Bewertung war mir jedenfalls ein Dorn im Auge, und so beschloss ich, ebay zu kontaktieren.

Das stellte sich jedoch als nutzlos heraus, OBWOHL man als Käufer, wenn man neutral oder negativ bewertet, bestätigen MUSS, dass man vorher versucht hat, sich mit dem Verkäufer zu einigen, was in dem Fall ganz offensichtlich nicht passiert war. Ebay meinte nur, ihm stehe es zu, seine Meinung frei zu äußern, ich dürfe ja auch dazu Stellung nehmen. Sie können ja intern überlegen einen entsprechenden Filter beim Bewerten einzubauen, der eine negative Bewertung ohne vorherige Kommunikation unmöglich macht. Was mir jedenfalls in diesem Fall nichts mehr bringen würde…

Eine andere Sache war weniger spektakulär, und sie ging immerhin gut für mich aus: Ich ersteigerte ein Brettspiel, das ich schon lange gesucht, aber nur Angebote mit in keiner Relation zum Kaufpreis stehenden Versandkosten (aus dem Ausland) gefunden hatte, oder ich war weit überboten worden. Es war für mich in zweierlei Hinsicht eine positive Überraschung, weil trotz Artikelstandort Deutschland die Versandkosten nach Österreich mit (ab) 3,6 Euro angegeben waren (ich mutmaßte etwa einen grenznahen Wohnsitz, sodass auch aus Österreich versendet werden kann) und ich bei knapp 7 Euro überraschenderweise nicht überboten worden war.

Doch etwas hatte ich übersehen: Der Verkäufer bot als Zahlungsweise nur PayPal an. Da ich aber mit PayPal noch nie zu tun gehabt hatte, und wusste, dass hierbei für den Verkäufer ohnehin Kosten anfallen, bat ich per E-Mail um mögliche Zahlung per Überweisung. Im schlimmsten Fall hätte ich mich halt bei PayPal anmelden müssen, wissend, dass für die Zahler keine Kosten anfallen.

Mein Vorschlag wurde angenommen, aber parallel wurde mir mitgeteilt, dass die Versandkosten nach Österreich 7 Euro ausmachen würden. So erklärte ich, die Kosten wären anders angegeben gewesen, auf deren Grundlage ich geboten hatte. Der Verkäufer war durchaus einsichtig, erklärte, es wäre ein Irrtum seinerseits gewesen, er würde aber fairerweise um zumindest 4 Euro bitten, da er dies auch innerhalb Deutschlands verlange.

Darauf ging ich ein, rundete noch auf, und so kam das Spiel an, was tatsächlich sogar 9 Euro unversichert gekostet hatte (! – es lebe die Post…).

Sarkastika

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