Freitagabend im Mai – Gedankensplitter

Die Katze.
Springt auf den Kratzbaum.
Miaut.
Fordernd.
Und hält mir.
Ihr Köpfchen hin.
Sie gibt erst Ruhe.
Als ich sie streichle.
Und das Ohr kraule…
Ich bin müde.
Der Tag…
Er war lang.
Und jetzt.
Freue ich mich.
Auf mein Bett…
Ausstrecken.
Gähnen.
Die Seele verwöhnen…
Der Mond.
Er ist aufgestiegen.
Über dem Nachthimmel…
Fast schon rund.
Vollmond.
In zwei Tagen…
Der Mond.
Er kann.
Konfus machen.
Besonders.
Wenn er.
Vom Himmel lacht.
In voller Größe…

Statistiken.
Belegen das.
Unfälle.
Gewalttaten.
Streitereien.
Alkohol…
Ich halte mich an Kaffee.
Viel lieber.
Eine Tasse noch.
Der Verkehr.
Noch sehr rege.
Tost vorbei.
Unter meinem Fenster.
Es kühlt ab.
Langsam.
Angenehme Luft.
Zieht herein.
Durch das gekippte Fenster…
Ich hänge.
Meinen Gedanken nach.
Ein wenig melancholisch…
Ein wenig grüblerisch.
Aber vielleicht.
Ist das nur der Mond.
Der sich rundet.
Mehr und mehr.
Und die Leute befällt.
Bisweilen.
Wie ein verzerrter Spiegel.
Vielleicht auch mich…

Mir fallen die Augen zu.
Schön langsam.
Der restliche Kaffee.
In der Tasse.
Er ist kalt geworden.
Die Katze.
Sie hat sich eingerollt.
Im Bad.
Auf den Handtüchern…
Ich stehe auf.
Ein paar Schritte.
Was bin ich nicht müde!
Langsam glaube ich.
Dass es das Wetter ist.
Das mich so müde macht.
Gar nicht der Mond…
Nicht so sehr…
Ich trinke den kalten Kaffee.
Gieße die Pflanzen.
Der Hibiskus blüht.
Und meine stacheligen Freunde.
Sie gedeihen prächtig…
Ein Frühling.
So heiß.
Wie ein Sommer schon.
Und jetzt wieder.
Wechselhaft…
Das Leben an sich.
Verläuft.
Auch nicht anders.
Bestand.
Hat es nie…

Vivienne/Gedankensplitter

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