Neue Bohnen Zeitung


von Vivienne  –  Februar 2004



Happy Birthday, Dieter…
Eine „Hommage“ an Dieter Bohlen.

Dieter Bohlen wird heute (7. Februar) 50. Keine Frage, wer hätte das gedacht – dass er nicht schon 60 ist. So wie er nun mal aussieht…

Aber Dieter ist steinreich, da kommt es auf das Aussehen allein nicht so an. Seit 20 Jahren rührt er erfolgreich im Pop-Business um mit – hmm seinen Kompositionen. Tja, das muss man ein bisschen anders formulieren. Dieter nimmt ja gern kleine Anleihen bei anderen Musikern. Sei es im Titel oder in der Melodie, gegen kleine Anregungen von außen hat Dieter noch nie was einzuwenden gehabt. Wer sagt, dass man aus einer Melodie nur einen Song machen kann, ist ohnedies einfallslos. Mit „Modern Talking“ hat er uns vorgezeigt, dass man aus einer Melodie und einem Sound dutzende Songs kreiren kann. Was heißt dutzende Songs – dutzende Alben! Auch wenn „Kreation“ dabei fast ein wenig hochgestochen wirkt… Oder bin ich etwa nur neidig?

Wird wohl so sein! Denn erfolgreich war er, der Dieter. Vom ersten Moment. Und ist es heute mehr denn je. Viele schöne Frauen freuen sich darauf, an seiner Bettkante niederzusinken. Manch eine hat Karriere gemacht, weil sie Dieter – mit Vorsatz – in die Arme sank. Verona Feldbusch ist wohl die Berühmteste – und die konnte nicht einmal kochen, wie dabei im Nachhinein herauskam. Das berühmteste blaue Auge im deutschen Sprachraum wurde zum Werbestar und ist seit kurzem Vorzeige-Mama. Ohne Dieter wäre das nie denkbar gewesen! Wer kann es ihm schon verdenken, dass er sauer war, weil sie kein Mittagessen auf den Tisch stellen konnte…

Aber widmen wir uns wieder Dieters musikalischen Ergüssen. Thomas Anders war ja nicht der einzige, der von Dieter zum Star aufgebaut – und wieder fallen gelassen wurde. Er liebt es, Stars mit Songs zu versorgen. Auch der seelige Roy Black war unter ihnen. Aber auch eigenen Projekten hauchte er (kurzes) Leben ein, so wie „Blue System“ oder „CC Catch“ – und ihre Songs klangen alle irgendwie wie nach etwas, dass es schon mal gegeben hat. Das „Markenzeichen“ von „Didder“, der nichts davon hält, unverwechselbare Songs zu komponieren. Es lebe das Plagiat!

Auch was Frauen betraf ließ Dieter nie etwas anbrennen. Und er ließ die deutsche Öffentlichkeit ohne Genierer daran teilhaben, dass er zweimal um ein Haar schon seine Männlichkeit eingebüßt hätte. Was wäre das für ein Verlust für die holde Weiblichkeit gewesen! Oder irr ich mich da jetzt vielleicht ganz gewaltig? Um diese und ähnliche pikante Details unters Volk zu bringen, brachte Dieter jedenfalls auch seine Lebensgeschichte zu Papier. Besser gesagt ein „Ghostwriter“. Dass Literaturpapst Marcel Reich-Ranitzky angeekelt den Kopf schüttelte über derlei „Schwachsinn“ hielt Fans wie Gegner nicht davon ab, wie die Verrückten die Buchläden zu stürmen. Fresst Dreck – Millionen Fliegen können nicht irren!

Dieter streifte also jede Mengen Kies ein und verärgerte Freunde (Ich wusste gar nicht, dass er Freunde hatte!), Weggefährten und andere Promis. Egal, Hauptsache die Einnahmen stimmen. Dieter ist da nicht so zimperlich, das beweist er auch allwöchentlich bei „Deutschland sucht den Superstar“. Mit einem Satz kann er ein „Sternchen“ vernichten und ein anderes in den Himmel heben. Je nach Lust und Laune. Schuldgefühle kennt er nicht bei den jungen Leuten, die er todunglücklich macht mit seinem vernichtenden Urteil. Macht ist ein schönes Gefühl, das liebt er, der Dieter, und er weiß am Besten, wie ein angehender Star zu singen oder auszusehen hat. Mitgefühl ist da nicht angebracht! Muss ja niemand mitmachen, wenn er so empfindlich ist…

Nun ist Dieter also 50, hat erwachsene Kinder und wieder mal eine neue Schönheit, Estefania, an seiner Seite, nachdem „Naddel“ den Laufpass bekam. Und er macht Werbung für „Müller Milch“ und „Makro Markt“. Es läuft für ihn und wie es aussieht, läuft es auch noch fünfzig weitere Jahre führ ihn.

Alles Gute, Dieter! Wir stoßen an auf dich und wünschen dir alle, dass du eines Tages tatsächlich so alt wirst wie du jetzt schon aussiehst! Prost! Und wenn es mit deinem „besten Stück“ vielleicht mal wirklich vorbei ist, bleibt dir ja noch die Musik…

Vivienne

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