Der Alkohol und ich – Reminiszenzen

Mein Vater war…
Solange…
Ich ihn kannte…
Ein schwerer Alkoholiker.
Zwölf Jahre…
In der Fremdenlegion…
Eine schwere Kindheit…
Und dann noch…
Heftige Schicksalsschläge…
Hatten ihn…
Dazu gemacht.
In einer Zeit…
In der es…
Als völlig normal galt…
Frust…
Leid…
Depressionen…
In Hochprozentigem…
Zu ersticken.
Denn merke.
Ein Rausch ist besser…
Als Übergewicht!
Denn der Rausch…
Er vergeht wieder!

Merkwürdige Philosophie…
Wie ich anmerken möchte.

Mir war klar…
Immer schon.
Dass ich…
Einen großen Bogen…
Mache…
Um diverse Rauschmittel.
Schließlich…
Wollte ich nicht…
So ein Wrack werden…
Wie mein Vater…
Bizarrerweise…
Wurde mir…
In meinem Leben…
Immer wieder…
Unterstellt.
Ich hätte…
Ein Alkoholproblem…
Ein massives…
Meine Leberwerte…
Widersprachen dem…
Ganz eindeutig.
Aber die Menschen…
Lassen sich oft…
Nicht beirren.
Wenn sie sich…
In etwas verlaufen haben.
Weil nicht sein kann.
Was nicht sein darf.
Ich ecke an.
Durch meine Art.
Durch meine…
Lange Zeit…
Roten Haare.
Und weil ich mir…
Nichts!
Gefallen lasse.
Wenn es…
Darauf ankommt!

Der wenig glorreiche…
Höhepunkt.
In einer Maßnahme…
Des AMS in Perg!
Eine rachsüchtige Chefin…
Hatte sich…
Ausgelassen…
Über mich.
Und so stand ich…
Im Zwielicht.
Die vermeintlich…
So edle Kursleiterin…
Versuchte mich…
Zu überführen…
Wo es nichts…
Zu überführen gab.
Ihre Methoden…
Sie machen sprachlos.
Wozu derartige Trainer…
In einer Maßnahme…
Fähig sind.
Alles!
Rechtlich abgedeckt!
Das Arbeitsamt.
Konfrontiert…
Mit meinen Beschwerden…
Hüllte sich in Phrasen…

Meine Leberwerte…
Nach wie vor…
Sehr niedrig.
Alkohol trinke ich…
Aus Überzeugung.
Nur sparsam.
Außer im Advent.
Denn merke:
Es gibt keine…
Tolerierbare Menge…
An Alkohol.
Ein schweres…
Nerven- und Zellgift.
In kleinster Dosierung…
Sogar!

Nichts für mich!

Vivienne/Reminiszenzen

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