Eine der erfolgreichsten und bekanntesten Serien im Streaming Bereich ist seit Jahren die britisch-französische Fernsehserie Death in Paradise. Meine verstorbene Schwester hat mich vor ein paar Jahren darauf aufmerksam gemacht und seither bin ich gewissermaßen süchtig. Bei jeder sich bietenden Gelegenheit (meist auf ZDF NEO, aber auch im ORF) schaue ich mir eine Folge an und kann im Prinzip nicht genug davon bekommen…
Die Serie entstand 2011 und spielt auf der fiktiven Insel Saint Marie, einem traumhaft schönen Eiland mit herrlichen Stränden und Palmen, die immer wieder gezielt in Szene gesetzt werden… und die Sehnsucht nach der Karibik wecken…
John Thorogood kreierte die Serie, in der es vorrangig darum geht, den oder die Morde aufzuklären und den/die Täter der gerechten Strafe zuzuführen… Ein Detective Inspector (DI) aus London, meist etwas unorthodox, spleenig, tollpatschig, schrullig oder unsicher, aber mit phänomenaler Kombinationsgabe, klärt die raffiniert geplanten Taten mit seiner Crew auf. Wobei der DI und seine Mitarbeiter schon mehrfach wechselten. Die Kontinuität wird aber gewahrt durch die Figur des Commissioners und der Barbesitzerin und Bürgermeisterin Catherine, die als einzige von Beginn an dabei sind…
Natürlich lebt die Serie besonders im Besonderen von der traumhaften Landschaft und den wechselseitigen Beziehungen der handelnden Personen untereinander. Jeder der DI’s hadert am Anfang mit dem tropischen Klima und dem Gegensatz zum kühlen, nebeligen England, aber auch mit der besonderen Mentalität der Menschen dort… Aber die Inspektoren finden nach und nach Gefallen an dem Leben auf der Insel. Nach einem langen Arbeitstag, oft auch nach einem geklärten Fall, findet sich die Crew meist in Catherine’s Bar ein, wo bei einem Bier oder einem Rum der Tag gemütlich ausklingen kann…
Erwähnenswert ist noch, dass der jeweilige DI in einem Bungalow am Strand wohnt, in dessen Mitte ein riesiger Baum herauswächst. Eine kleine Echse, genannt Harry, leistet ihnen bei Selbstgesprächen und Reflexionen zu den Fällen Gesellschaft…
Auf die wechselnden Haupt- und Nebendarsteller einzugehen, würde hier den Rahmen sprengen. Auf https://de.wikipedia.org/wiki/Death_in_Paradise kann man manche Details und Wissenswertes dazu nachlesen. Mittlerweile gibt es wegen des großen Erfolges auch zwei Spin-Off’s. Im Lauf der Jahre wurden auch mehrere Weihnachts-Specials produziert, in denen die Ermittlungen in Spielfilmlänge geführt werden…
Eine Dreiviertelstunde dauert so ein Ausflug in die Karibik üblicherweise pro Folge. Die Darsteller sind meist schöne, fröhliche und offene Persönlichkeiten, zu denen man leicht Sympathien aufbauen kann. Mir gefällt vor allem auch, dass gerade die DI’s nicht als Supermänner dargestellt werden, sondern als Menschen wie du und ich, mit eigenen Schwächen, Sorgen und Träumen…
Am Rande noch sei bemerkt, dass die mehrere Monate andauernden Dreharbeiten pro Staffel in den subtropischen Gefilden für die Darsteller der DI’s sehr anstrengend waren, und deshalb auch nach ein paar Staffeln wieder die Serie verließen, oft aus persönlichen oder privaten Gründen (Familie)…
Also unbedingt sehenswert – Wer sich gerne vom Alltag wegträumt, kann bei Death in Paradise in eine andere Welt abtauchen und ein wenig von den Sorgen hinter sich lassen…
Vivienne/Bemerkenswerte Serien