Vergebung? – Gedankensplitter

Verena stand am Fenster.
Jochen, ihr Freund.
Schlief längst.
Sie hatte ihm…
Noch nichts…
Davon erzählt.
Aber gestern…
Dieser Brief…
Christian hatte sich…
Gemeldet.
Zwei Jahre fast her.
Dass sie…
Das letzte Mal.
Gesprochen hatten.
Ein furchtbarer Streit.
Christian hatte ihr…
Affären…
Vorgeworfen.
Lüge und Betrug.
Er hatte ihr…
Kein Wort geglaubt.
Und damals schon…
Hatte sie gespürt.
Dass wohl Bella…
Hinter allem…
Gesteckt hatte……
Ihre Rivalin.
Die Christian…
Ständig umgarnt hatte…
Ohne Erfolg…
Bis diese Intrigen…
Ihn überzeugt hatten…

Es hatte weh getan.
Furchtbar.
Aber nach und nach…
War ihr…
Klar geworden…
Dass Christian…
Nie so…
Mit ihr umspringen…
Hätte dürfen…
Nicht nur…
Weil sie ihm…
Treu gewesen war.
Sondern auch…
Weil nichts…
Diese Wut…
Gerechtfertigt hätte…
Sie war nach Wien…
Gegangen…
Ein neuer Job…
Und schließlich Jochen…
Der ein wenig…
Aussah…
Wie Christian…
Aber sonst ganz anders…
Oder doch nicht?
Irgendjemand…
Hatte erwähnt.
Neulich.
Dass Christian…
Nicht mehr mit…
Bella verlobt war.
Sie hatte es…
Fast ungerührt registriert…
Schließlich…
Hatte sie genug…
Um die Ohren…

Nun dieser Brief…
Seitenlang…
Mit der Hand geschrieben…
Christian erzählte.
Dass Bella ihn…
Manipuliert hatte…
Nur mit dem Ziel…
Ihn zu bekommen…
Da war jedes Mittel…
Recht gewesen…
Es tat ihm leid…
Unendlich leid…
Und dass sie…
Seine Vorwürfe…
Nicht verdient hatte…
Er werde…
Sein weiteres Leben…
Damit verbringen müsste…
Dass er…
Seine große Liebe…
Weggestoßen hatte…
Ohne neue Chance…
Es hatte sie, Verena.
Mehr getroffen.
Als sie gedacht hatte.
Bella war ein Luder.
Sie hatte…
Ganze Arbeit…
Geleistet…
Keine Genugtuung.
In der Kleinstadt…
Lachten alle über Bella.
Das gab ihr, Verena.
Aber ihr Leben…
Nicht zurück.
Und das Glück…
Und die Liebe…
Zu Christian…
Waren verloren…
Unwiederbringlich.

Vivienne/Gedankensplitter

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