Es ist vorbei.
Ich sage es mir.
Immer wieder.
Es ist vorbei.
Ein ewig langer Albtraum.
Der dreineinhalb Jahre dauerte.
Dreieinhalb furchtbare Jahre lang.
Die nicht mehr zu enden schienen.
Keinen Tag.
War ich mehr glücklich.
Oder unbeschwert.
Seither.
Verraten und verkauft.
Gedemütigt.
Und erniedrigt.
Dreieinhalb Jahre.
Sie sind vorbei.
Sie endeten.
Als ich am Boden lag.
Fast zerstört.
Als alles.
Unerträglich geworden war.
Plötzlich.
Konnte ich kämpfen.
Wieder.
Aus der Defensive.
Und ich kämpfte mich frei…
Wie habe ich das ausgehalten?
Frage ich mich.
Wie?
Ob ich sie je ganz ablegen kann?
Diese Traurigkeit?
Ich weiß es nicht.
Manche Wunde.
Sie heilt nie.
Aber besser so.
Als innerlich verdorrt.
Wie eine Pflanze ohne Wasser.
Ohne Sonne.
Ohne Wind…
Warum?
Habe ich so lange gewartet?
Mich zu wehren?
Vielleicht.
Weil mir die Kraft fehlte.
Die Kraft.
Aufzustehen.
Und zu sagen.
Mit mir.
Macht ihr das nicht!
Nicht mit mir!
Nein.
Ich blieb passiv.
Ich schwieg.
Meistens.
Und ich zog mich zurück.
Innerlich.
Schottete mich ab.
Weil ich keinem mehr traute…
Was war ich nicht arm!
In euren Augen!
Einsam.
Verloren.
Unversorgt.
Und unfähig.
Zuletzt auch das…
Dabei.
Wart das alles ihr.
Die ihr das alles hinein projeziert habt.
In mich.
Die ihr mich.
Hin und hergeschupft habt.
Auf dem Spielfeld.
Wie es euch beliebte.
Was mich interessierte.
Interessierte euch am wenigsten.
Wie ich leben wollte.
Hatte keine Bedeutung für euch.
Aber.
Zu einem Glück wolltet ihr mich zwingen.
Das den Albtraum.
Prolongiert hätte…
Es ist vorbei.
Und ihr.
Ihr könnt mir nichts mehr tun…
Vivienne/Gedankensplitter