Bequemlichkeit – Gedankensplitter

Was für ein Samstag!
Auf der Couch liegen.
Träumen.
Und der Abwasch.
Der kann noch warten…
Weit und breit niemand.
Der mich treibt.
Der mir sagt.
Das ist zu tun.
Und das.
Und das…
Gott sei Dank!
Ich teile mir das selber ein…
Es ist herrlich.
Zu faulenzen.
Zu relaxen.
Zu regenieren.
Und staubsaugen.
Das kann ich auch am Abend noch.
Nur wenn die Katze kommt.
Und miaut.
Vorwurfsvoll.
Beleidigt.
Oder auch hungrig…
Dann springe ich sofort.
Meine Katze!
Mein Liebling…
Aber sonst ist sie pflegeleicht.
Schläft viel.
Und beschäftigt sich mit sich selbst.
Ich glaube.
Sie ist genau wie ich…!

Ich schlürfe Kaffee.
Goldgelb.
Und räkle mich auf der Couch.
Es fühlt sich herrlich an.
Sich ein wenig treiben zu lassen.
Und niemandem etwas schuldig zu sein.
Am wenigstens Rechenschaft.
Ich trinke die Freiheit.
In meinem bescheidenen Rahmen.
In meinem Heim.
Eingerichtet.
Wie ich es wollte.
Und sagte ich es schon?
Niemand  redete mir drein…
Niemand.
Und keiner erklärt mir.
Was wir wollen.
Ohne Widerspruch zu dulden.

Ist das nicht herrlich?

Manche würden sagen.
Du bist aber oft allein!
Allein vielleicht.
Aber sicher nicht einsam.
Ich habe die Gesellschaft.
Die ich mir wünsche.
Und die mich wünscht.
Und die genügt mir…
Ich schließe die Augen.
Decke mich zu.
Bis an die Nasenspitze.
Die Katze.
Sie schläft auf meinem Bauch.
Laut schnurrend.
Eingerollt.
Glücklich…
Ich betrachte sie.
Mit einem Lächeln.
Man braucht oft nicht viel.
Zu seinem Glück…
Es reicht schon wenig.
Und für jeden.
Sieht das Glück anders aus…

Und ist es nicht herrlich?
Ist es nicht das Schönste?
Wenn man glücklich sein darf?
Auf seine Weise?

Vivienne/Gedankensplitter

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