Dein Kopf.
Er schmerzt.
Nicht viel.
Aber beständig.
In deinem Bauch.
Da tobt es.
Schon den ganzen Tag.
Das übliche Problem.
Einmal im Monat.
War es je anders?
Du liegst auf der Couch.
Die Augen geschlossen.
Ein Kissen auf dem Bauch.
Wartest du darauf.
Dass er sich beruhigt…
Ein wenig nur.
Damit du durchschnaufen kannst.
Wieder…
Noch eine Tasse Tee.
Und wenn es nicht aufhört.
In fünf Minuten.
Dann…
Dann nimmst du noch eine Tablette.
Obwohl du nicht wolltest.
Eigentlich…
Plötzlich bist du eingeschlafen.
In den Traum gesunken.
Unbemerkt.
Und als das Handy dich weckt.
Spürst du nichts mehr.
Dein Kopf.
Dein Bauch…
Merklich entspannt.
Du horchst in dich hinein.
Dann lächelst du.
Und setzt dich wieder auf…
Was für ein angenehmes Gefühl.
Wenn einem nichts weh tut.
Man weiß es erst zu schätzen.
Wenn man sich vorher krümmte.
Vor Schmerzen.
Zumindest ein paar Mal…
Du blickst aus dem Fenster.
Wischt dir den Schlaf aus den Augen.
Das Aufblitzen eines Traumfetzens.
Schon wieder verwischt.
Du kannst ihn nicht zurückholen.
Nein.
Du weißt nur.
Dass er sich gut anfühlte.
So gut…
Du kuschelst dich wieder unter die Decke.
Die Hände.
Unter dem Kopf verschränkt.
Zufrieden.
Fast vergnügt…
Vor nicht einmal einer Stunde.
Da warst du noch aufgebracht.
Wütend.
Auf deine Schmerzen.
Und nun…
Fast.
Als wären deine Gebete erhört worden.
Gebete.
Nicht ausgesprochen.
Aber sie klangen.
In dir.
Während du die Fäuste geballt hattest.
Verzweifelt…
Nun atmest du durch.
Mit einem Lächeln auf dem Gesicht.
Dann…
Fallen dir wieder die Augen zu.
Plötzlich.
Ist er wieder da.
Der Traumfetzen.
Er geleitet dich weiter.
In eine Traumwelt.
Beschaulich.
Lässt dich den Tag vergessen.
Und die Dinge.
Die dich belasten…
Träumen.
Einfach träumen…
Vivienne/Gedankensplitter