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27.10.2005, © Vivienne

Was ist denn geblieben? 

Ich hab dich einmal sehr geliebt,
das kann ich nicht bestreiten.
Ich habe meinen Stolz besiegt,
und wollte dich begleiten –

solange die Liebe lebt zumindest,
vielleicht ein  Leben lang.
Du konntest dich darin nicht finden,
weil es mir nicht gelang

von diesem Traum dich überzeugen.
Du liebtest mich halt nicht.
Freundschaft brachte mich zum Leiden.
Dein Wort, das hat Gewicht.

Ich kämpfte um die Freundschaft nun.
Bemüht, nicht doch zu hoffen.
Und akzeptierte all dein Tun,
obwohl die Tränen flossen.

Sag mir, was ist aus uns geworden?
Sag mir, hast du kein Mitgefühl?
Meine Liebe ist beerdigt worden.
In mir ist’s kalt und still.

Mein Lachen hab ich längst verloren,
weiß nicht, wohin es ging.
Ich spüre mein Gefühl verdorren,
da nichts mehr davon blieb.

Uns’re Wege – längst getrennt.
Ich weiß nicht wo du bist.
Bisweilen noch die Sehnsucht brennt,
dass es doch Hoffnung gibt.

Dich vielleicht noch mal zu sehen.
Und deinen Atem spüren.
Vorbei – denn nichts macht ungeschehen,
dass meine Sinne frieren…

Du bist kalt, ich weiß es jetzt.
Und viel zu kalt für mich.
Ich such’ die Liebe jetzt gehetzt.
Und friere fürchterlich.

Ich such’ die Wärme und das Licht.
Nein, dich such’ ich nicht.
Was an Gefühl noch übrig ist –
Verschwend’ ich an dir nicht…

Oktober 95

Vivienne/Gedankensplitter

 

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