Sex.
Ominiopresent.
Omniobedeutsam.
Überrepräsentiert.
Und das höchste Kriterium.
Auf der Suche nach Liebe.
Auf der Suche nach einer Beziehung.
Nur ja kein Blümchensex!
Das wäre ja schrecklich!
Abwechslungsreich.
Facettenreich.
Wild und feurig.
So soll Sex sein.
So soll er die Beziehung gestalten.
Oder zumindest den One-Nite-Stand…
Menschen haben Sex miteinander.
Die sich nicht kennen.
Oder nur kaum.
An den verrücktesten Orten.
Im Besenkammerl.
Im Freien…
Jeder wie er mag.
Aber Sex.
Er ist gefühllos geworden.
Er entwickelt sich weg von der Liebe.
Immer mehr.
Liebe und Sex.
Gehören nicht mehr zusammen.
Kaum mehr.
Und wenn doch.
Dann beherrscht Sex das Leben.
Der beste Sex der Welt…
Mancher im Alter.
Der möchte sein Leben danach beurteilen.
Wie gut der Sex seines Lebens war.
Und wie viel er genossen hat.
Davon.
Dabei.
Ist Sex wie eine Seifenblase.
Bunt schillernd und strahlen schön.
Aber er verpufft schnell.
Zerstiebt.
Und ist nicht mehr da.
Natürlich.
Man kann schon sagen nachher.
Das war so gut.
Das war sogar fantastisch!
Aber wie er sich genau anfühlte.
In allen Facetten.
Wie er das Innerste aufwühlte.
Das ist ausgelöscht.
Nichts…
Ich möchte sie nicht schmälern.
Die Freude am Sex.
Sex ist wichtig.
Aber nicht die Essenz des Lebens.
Nur Beiwerk…
Was bleibt.
In der Liebe.
Ist das füreinander da sein.
Das Wachsen miteinander.
Das miteinander gehen.
Durch Freud und Leid.
Zusammenstehen.
In tiefster Not.
Stärker werden daran.
Mit der gemeinsamen Liebe…
Das bleibt.
Das verblasst nicht.
Mir gefällt das.
Die Vorstellung daran.
Auch wenn es altbacken klingt.
Und bieder.
Aber da findet sich viel mehr.
So viel mehr.
Als die schale Erinnerung.
An Sex.
An Orgasmen.
Zahllos.
Aber verpufft.
Und auch überfüttert.
Irgendwie.
Fragwürdig?
Ja.
Durchaus.
Aber auch bedauernswert.
Das Leben geht tiefer.
So viel tiefer.
Als es der beste Sex der Welt vermag…
Vivienne/Gedankensplitter