Der erste Schnee – Gedankensplitter

Kein Wind mehr.
Nasskaltes Wetter.
Nebel.
Drückt auf die Stadt.
Die Hügel im Mühlviertel.
Schon überzuckert.
Weiß.
Ein Versprechen?
So scheint es.
Denn am Vormittag.
Da beginnt es zu regnen.
Und plötzlich.
Mischt sich Schnee.
Unter die Tropfen.
Immer öfter.
Schnee!
Endlich?
Oder leider doch?
Vielleicht beides.
Die Stadt.
Sie schluckt den Schnee.
Er bleibt nicht liegen.
Die Straße.
Nass.
Ein wenig rutschig.

Regen.
Er setzt sich durch.
Später.
Keine Flocken mehr.
Meine Haare.
Sie werden nass.
Als ich flaniere.
Durch die Straßen.
Ein paar Einkäufe noch.
Nach der Arbeit.
Und so viele Menschen!
Advent.
Die Straßenbahn.
Sie platzt fast.
Aus allen Nähten.
Ich bin froh.
Als ich aussteige.
Kaum blieb mir.
Die Luft zum Atmen.
Die Katze begrüßt mich.
Und ich freue mich.
Sie zu sehen…
Ein Glas Wasser.
Und noch eines.
Und dann.
Gehöre ich mir…
Eine Stunde später.
Trinke ich Kaffee.
Sonntag.
Trank ich noch den Punsch.
Aus demselben Häferl…
Zweckentfremdet…

Die Dusche.
Sie weckt sie wieder.
Meine Lebensgeister.
Und als ich.
Aus dem Bad komme…
Wieder Schnee!
Ich kann es erkennen.
Deutlich.
Im Licht der Straßenlaterne.
Der Winter.
Er kommt doch noch.
Auf Etappen.
Erobert er.
Die Stadt.
Jedes Mal.
Ein Stück mehr…
Und er weiß.
Die Zeit.
Auf seiner Seite.
Er wird siegen…
Mich fröstelt ein wenig.
Noch ein Glas Wasser.
Und dann.
Mache ich es mir bequem.
Auf der Couch.
Decke mich zu.
Der Winter.
Er darf kommen…!

Vivienne/Gedankensplitter

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