Der erste Eindruck.
Er trügt nie.
So sagt man.
Der erste Eindruck.
Der dir sagt.
Ob du jemanden magst.
Oder nicht.
Bei dir.
War ich mir sicher.
Bei dir.
Spürte ich.
Das ist ein netter Kerl.
Vielleicht ein Freund.
Aber sicher jemand.
Den man nie vergisst!
Wir sind Freunde geworden.
Gute Freunde.
Ich konnte dir alles erzählen.
Was mich bewegte.
Was mir wehtat.
Und was mich glücklich machte.
Von wem ich träumte.
Und wen ich zum Teufel schicken würde.
Am liebsten…
Ich war mir sicher.
In dir…
Manches Jahr später.
Sind wir noch Freunde.
Zumindest glaubt man das.
Offen gesagt.
Ich sehe dich nicht oft.
Nicht.
Weil ich keine Zeit habe.
Keinesfalls.
Ich will nicht.
Ich möchte dich nicht sehen.
Und nicht reden mit dir.
Du kannst den Mund nicht halten.
Nicht ein bisschen.
Geheimnisse.
Intimsphäre .
Fingerspitzengefühl.
Und Respekt.
Alles davon fehlt dir.
Du plauderst aus.
Was dir in den Sinn kommt.
Ohne Rücksicht auf Verluste.
Es ist dir egal.
Wenn andere verletzt sind.
Du willst im Mittelpunkt stehen.
Und andere kontrollieren.
Macht ausüben.
Und sie lächerlich machen.
Wenn es dir in den Kram passt.
Manches Jahr später.
Ich muss zugeben.
Ich habe mich getäuscht.
In dir.
Und auch in mir.
In meinem Gefühl.
Ich gehe dir aus dem Weg.
Und du wunderst dich.
Du begreifst nicht.
Es fehlt dir das Gespür.
Zu erkennen.
Dass du den Bogen überspannt hast.
Dass man wissen sollte.
Wann genug ist.
Und wie weit man gehen kann.
Bei jemandem.
Du rufst oft an.
Ob wir auf ein Bier gehen.
Immer wieder.
Und du merkst.
Dass ich dich abwimmle.
Aber du verstehst nicht warum…
Ich habe mich geirrt.
In dir.
Vivienne/Gedankensplitter