Es regnet.
Ganz leicht.
Der erste Regentag in diesem Jahr.
Meine Hände sind ganz kalt.
Trotz der Handschuhe.
Und ich friere.
Besonders in die Füße.
Ich schlendere durch die Straßen.
Besorge ein paar Sachen.
Zum Wochenende.
So fühlt sich der Winter an.
Wenn er Terrain verliert.
Stück für Stück.
Er kämpft.
Er zeigt Krallen.
Aber er verliert…
Ich steige in die Straßenbahn.
Eine alte, beleibte Frau.
Sie überholt mich ganz flink.
Drängt sich vorbei an mir.
Auf den freien Platz…
Ich setze mich auf einen anderen Platz.
Kopfschüttelnd.
Die alten Menschen.
Man sollte sie nicht unterschätzen.
Keineswegs…
Meine Gedanken schweifen.
Es regnet weiter.
Frühlingsregen?
Oder doch noch Winterregen…?
Ich denke nach.
Mein Leben.
Es ist nicht leicht.
Aber.
Ich kann auf manchen zählen.
Kostbare Menschen.
Und ich behaupte mich.
Jeden Tag neu.
Ich brauche niemanden.
Der mich ins Glück führt.
Ins vermeintliche Glück.
Der mir das Gefühl gibt.
Ich wäre nichts.
Nichts ohne ihn.
Und alles von mir.
Es wäre nichts!
Das stimmt auch nicht.
Was ich mir geschaffen habe.
Ist mein Schatz.
Und das lasse ich nicht schlecht machen.
Von niemandem…
Manche Leute.
Die tun so.
Als meinten sie es gut mit mir.
Sie wollen mich dirigieren.
In ein anderes Leben.
Ein Leben.
Das mir nicht vorschwebt.
Und der Mann.
Der hinter allem steht.
Der interessiert mich am wenigsten!
Manche Leute.
Sie sind arrogant.
Unglaublich.
Und sie meinen.
Sie bekommen alles.
Was sie wollen.
Aber mich.
Mich kriegt man nicht so leicht.
Das zu begreifen
Gelingt manchem nicht.
So gar nicht.
Mein Wille.
Er wird ignoriert.
Oder besser gesagt.
Er soll umgangen werden.
Weil der Weitblick fehlt.
Der Plan.
Er würde scheitern.
Selbst wenn ich nachgeben würde.
Weil das Leben.
Das man plant für mich.
Nichts für mich ist.
Gar nichts!
Ich steige aus.
Einfach.
Ist mein Leben nicht.
Nein.
Was ist schon leicht!
Ich klage nicht oft.
Ich hadere nicht mit dem Leben.
Sondern mit denen.
Die meinen.
Sie müssten mich glücklich machen.
Mit Brachialgewalt.
War es je anders?
Nein.
Das war es nicht.
So alle paar Jahre.
Pfuscht man mir ins Leben.
Immer wieder mal.
Und wie man sieht.
Haben sie verloren.
Jedes Mal…
Vivienne/Gedankensplitter