Nacht über der Seele.
Wie ein Geschwür.
Tief im Innersten.
Das Gefühl zu versagen.
Schuldgefühle.
Impressionen.
Eines verpfuschten Lebens.
Kaum zu ertragen.
Und dann der Wunsch.
Intensiv.
Nicht mehr zu sein.
Einfach tot umzufallen.
Übermächtig.
Beherrscht er das Denken.
Nicht mehr leben zu können.
Mit sich.
Wäre es nicht so viel besser?
Manchmal plagten sie mich.
Diese schweren Gedanken.
Drückten mich nieder.
Raubten mir Lebensfreude.
Bis ich einmal weiterdachte.
Nur einen Moment.
Und wäre das wirklich so gut?
Nicht mehr zu sein?
Wäre es wirklich so erstrebenswert?
Alles hinzuwerfen?
Wenn ich ehrlich bin…
Als ich mir diese Fragen stellte.
Erschrak ich.
Vor mir selbst.
Ich war schockiert.
Wäre es nicht vielmehr furchtbar?
Sein Leben zu verlieren?
Die Angst fraß sich in meine Seele.
Und in meinen Körper.
Nein.
Oh Gott.
Ich wollte nicht tot sein.
Nicht wirklich.
Viel lieber wollte ich nur davonlaufen.
Vor Problemen.
Vor Sorgen.
Und Nöten.
Unsichtbar sein…
Der Wunsch zu sterben…
Welche eine Anmaßung!
Wurde mir bewusst.
Welch eine Anmaßung.
Das Kostbarste wegzuwerfen.
Das einem geschenkt wurde…
Das Kostbarste.
Das Leben ist kein Honiglecken.
Zumindest nicht für die Meisten.
Nein.
Das Leben.
Ist eine Aufgabe.
Und wer seine Fehler schwer trägt.
Und seine Schuld.
Der sollte besser lernen.
Sich zu ändern.
Manches zu vermeiden.
Sterben nutzt niemandem.
Am wenigsten einem selbst…
Andere.
Streifen ihre Schuld ab.
Wie eine leere Schlangenhaut.
Und werfen sie weg.
Ungerührt…
Die fühlen keine Last deswegen.
Sie denken nicht daran.
Deswegen sterben zu wollen.
Schon gar nicht.
Stellen sie sich ihrem Tun.
Auch ihnen.
Sollte man es nicht gleichtun.
Seinen Weg finden.
Sich den Fehlern stellen.
Und seinem Leben.
Allen seinen Aufgaben!
Vivienne/Gedankensplitter