Die Angst – Gedankensplitter

Eine Zeit der Erinnerungen.
Vor allem der bitteren Ereignisse.
Meine Seele wird aufgewühlt.
Und ich fühle das Leid erneut.
Mehr als das.
Ich fürchte mich.
Ich habe Angst.
Angst zu leben.
Angst vor Neuem.
Angst zu lieben.
Und wieder mein Herz zu verlieren.
An jemand, der mich nur benutzt.
Weil man es einem Mann nicht immer ansieht.
Wie gut er ist.
Oder  wie schlecht.
Und ich bin eine etwas eigene Frau.
Bisweilen wecke ich das Böse in den Menschen.
Vor allem in den Männern.
Und sie trachten danach mich zu benutzen.
Aber sie wollen mich nicht besitzen.

Bisweilen schrecke ich nächtens hoch.
Mit heftig pochendem Herzen.
Voller Angst.
Und voller quälender Fragen.
War es das?
Mein Leben?
Bleibe ich allein?
Für immer?
Wird sich nichts mehr ändern?
In meinem Leben?
Wird keine neue Straße sich auftun?
Mit neuen Chancen?
Ich brauche oft lange um mich zu beruhigen.
Wieder Schlaf zu finden.
Wieder in einen Traum zu flüchten.
Einen Traum, der mich vor diesen Fragen rettet.
Die mir wehtun.
Aber oft birgt der Traum keine Rettung.
Im Traum verfolgen sie mich weiter.
Die Fragen.
Und ich habe Angst.
Sie werden wahr…

Vielleicht wollte ich es selber so.
Von Anfang an.
Vielleicht hat eine schlimme Cäsur das eingeleitet.
Was mir zum Trauma wird.
Obwohl ich es verdränge.
Oder gerade deshalb.
Dabei bin ich oft so glücklich.
An manchen Tagen.
Und bisweilen sogar ganz unbeschwert.
Die Musik macht mich so glücklich.
Sie streichelt meine Seele.
Lindert so manchen Schmerz.
Und kost so manche Narbe.
Die wohl nie mehr ganz heilen wird.
Die Musik ist mein Freund.
Sie wiegt mich in sanftere Träume.
Sie gibt mir Halt.
Wenn ich alles hinwerfen möchte.
Bisweilen auch mein Leben.
Die Musik bietet allem Paroli.
Sie leistet Widerstand.
Wenn ich nicht mehr ein und aus weiß.
Und sie hält mich jung.
Geistig rege und flexibel.
Wach.
Und sie schenkt mir Hoffnung.
Wenn die Ängste wieder anklopfen.
Und mir die Ruhe rauben wollen…

Vivienne/Gedankensplitter

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