Die Scheidung – Gedankensplitter

Erich.
Verließ das Arbeitsamt.
Fluchend.
Er kickte einen Stein weg.
Dann.
Vergrub er.
Die Hände in den Taschen.
Zu Fäusten geballt.
Dieses Pack!
Der Betreuer.
Und seine Jobangebote!
Unter jeder Kritik…
Er stieg in den Bus.
Fuhr heim.
Aber vorher.
Ging er noch.
In sein Stammlokal.
Drei Häuser weiter.
Jetzt.
Brauchte er ein Bier.
Als Allererstes.
Um den Ärger zu verdauen…

Es ging ihm besser.
Beim zweiten Bier.
Wenig los.
In dem Lokal.
Vormittag.
Klar…
Da gingen sie arbeiten.
Die meisten…
Früher.
Hatte er das auch getan.
Ein kleiner Angestellter.
Verheiratet.
Ein Kind.
Sein Leben.
Geregelt.
So…
Sagte man doch?
Oder?
Aber seine Frau.
Die hatte ihm.
Alles vermiest.
Sie wollte die Scheidung.
Aus dem Nichts.
Quasi.
Zugegeben.
Er hatte getrunken.
Öfter.
Und dann.
Neigte er.
Zu Handgreiflichkeiten.
Nur.
War das ein Grund?
Nach Scheidung zu schreien?

Der Unterhalt.
Für die Ex und das Kind.
Fraß sein Gehalt.
Ihm.
Blieb kaum was zum Leben.
Er kochte innerlich.
Seine Ex.
Sie hatte kein Einsehen.
Irgendwann.
Interessierte es ihn nicht mehr.
Für seine Ex zu arbeiten.
Er verließ die Firma.
Arbeitslose.
Zahlen keine Alimente!
Und seither.
Ging er stempeln.
Er.
War schließlich nicht dumm.
Aber nun.
Stand ihm.
Das Wasser bis zum Hals.
Schön langsam.
Das Arbeitslosengeld.
Reichte auch nicht.
Und die Hilfsarbeiterjobs.
Des Arbeitsamtes…
Allesamt zum Vergessen!
Schuld an der Misere.
Nur seine Ex.
Diese Schlampe!
Sein Leben.
Lief den Bach hinunter.
Seit der Scheidung…

Vivienne/Gedankensplitter

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