Du bist mir fremd – Gedankensplitter

Merkwürdig.
Irgendwie.
Begreife ich es selber nicht!
Du warst doch einmal nett.
Richtig nett!
Und so hilfsbereit.
Wenn man Unterstützung brauchte.
Genügte ein Wort.
Eine Bitte…
Meist.
Musste man sie gar nicht erst aussprechen…
Und jetzt?
Du bist kalt.
Das Glänzen in deinen Augen…
Früher war es strahlend.
Wie ein Frühsommertag.
Jetzt ist es eisig.
Wie ein Polarmorgen.
Und zu aller erst.
Siehst du auf dich.
Auf deinen Vorteil.
Und auf sonst nichts.
Das ist unbegreiflich…

Mag sein.
Dass ich naiv bin.
Die Menschen ändern sich.
Auch ich.
Und doch.
So eine Kehrtwende.
Die brächte ich nicht zustande.
Du aber…
Du grinst.
Breit.
Verschränkst die Arme.
Und denkst nur an dich.
Was ist da passiert?
Mit dir?
In deinem Leben?
Hat das alles immer schon gelebt in dir?
Dieser Egoismus?
Diese Gier?
Diese Selbstsucht?
Was hat es geweckt?
Was war der Anlass?
Kaum erklärbar.
Aber es tut fast weh.
Dich so zu sehen.
Du bist mir fremd.
Du bist weit weg von mir.
Auch wenn du neben mir stehst.
Und es fröstelt mich.
Obwohl die Sonne scheint…

Bizarr.
Aber jeder hat die Wahl.
Sich zu entscheiden.
Zu sein.
Wie er sein möchte.
Jeder hat die Wahl.
Da soll sich keiner rausreden.
Man kann immer Mensch sein.
Mensch bleiben.
Was immer auch passiert.
Aber du.
Du hast den Reiz entdeckst.
Dir selbst am meisten zu dienen…
Dir und deinem Ego…
Auch wenn ich es nicht begreife.
Ich kann es nicht ändern.
Du tust mir Leid.
Denn dein Weg.
Ist eine Einbahnstraße.
Eine Sackgasse.
Und der Weg zurück.
Er wird nicht leicht.
Bestimmt nicht.
Ein Schritt nur.
Er hat dich auf den falschen Weg geführt…
Auch wenn es dir nicht so scheint.
Noch lange nicht…

Vivienne/Gedankensplitter

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