Du musst verflucht sein.
Das denkst du dir oft.
Wenn du dein Leben betrachtest.
In Bedeutungslosigkeit.
Und ewig Menschen um dich.
Die meinen.
Genau zu wissen.
Was du brauchst.
Penetrant und unerträglich.
Dabei haben sie keine Ahnung…
Du musst verflucht sein
Grübelst du.
Immer wieder.
Wenn deine Sorgen dich quälen.
Wenn du weinen möchtest.
Heimlich.
Aber nicht aus Einsamkeit.
Nein.
Weil man dir nicht zugestehen will.
Dein Leben so zu leben.
Wie du möchtest.
Weil mancher scheinbare Freund.
Doch nur zum Blutsauger wird.
Der dich zu deinem Vorteil.
Sogar verkaufen würde.
Und ehrlich.
Hat man das nicht schon versucht?
Du hast Liebe und Glück gesucht.
Lange.
Und immer wieder.
Bis du begriffen hast.
Du findest es nur in dir.
Sonst nirgends.
Und niemand kann dir sagen.
Was es wirklich ist.
Nur du.
Dein Herz.
Und die Reden der anderen.
Die dich so nerven.
Die kannst du vergessen…
Du bist verflucht.
Meinst du.
Wenn mal manches schief läuft.
Wenn du leicht angerührt bist.
Und bitter.
Und doch.
Wenn du an andere denkst.
Die so gar nicht hadern.
Aber ihr Schicksal tragen.
Mit Würde.
Und mit großem Herzen…
Sei doch ehrlich.
Viel von dem.
Was dich quält.
Das lässt sich schon beheben.
Und die Blutsauger.
Gib ihnen keine Chance mehr!
Du bist verflucht.
Sagst du dir.
Nach einem harten Tag.
An dem du dir vorgekommen bist.
Wie ein Idiot.
Und du meinst.
Zu nichts zu taugen.
Zu gar nichts…
Die Wahrheit ist.
Früher.
Da hast du das Leben zu leicht genommen.
Ahnungslos.
Jetzt.
Gebeugt von der Erfahrung.
Siehst du nur die Wolken.
Und keine Sterne.
Wie kannst du es nur lernen?
Du bist nicht verflucht.
Du trägst nur dein Schicksal.
Wie die anderen auch.
Und es liegt an dir.
Wie schwer es wiegt…
Vivienne/Gedankensplitter