Eigentlich.
Habe ich ja mein Leben verpfuscht.
Ganz klar.
Ich bin nicht verheiratet.
Und habe keine Familie.
Eigentlich.
Müsste ich einen Mann lieben.
Und verwöhnen.
Das ganz besonders.
Im Sommer im Garten werken.
Mich um die Kinder kümmern.
Und später um die Enkel…
Das habe ich verpasst.
Eindeutig.
Aber es ist nicht zu spät.
Noch nicht.
Das alles nachzuholen.
Nun.
Eigene Kinder wohl nicht mehr.
Aber es gibt schon ältere Herren.
Verlassen.
Die sich nach einer Frau sehnen.
Und nach ihrer Liebe…
Da sollte ich mich ranhalten.
Die Familie des einen.
Die wird dann meine Familie sein.
Und ich hätte meinen Lebensinhalt gefunden.
Einen Mann.
Der mir sagt.
Wo es lang geht.
Den ich versorgen kann.
Samt seiner Familie.
Und genau dort.
Da würde ich dann mein Glück finden.
Spät aber doch!
Ich kann nur lächeln.
Zu deinen Plänen.
Für mein Leben.
Plänen.
Die mich nichts angehen.
Nicht interessieren.
Weil das nicht mein Weg ist…
Ganz bestimmt nicht.
Und mir tut mein Rücken weh.
Wenn ich nur an Gartenarbeit denke.
Davon lasse ich gerne die Finger.
Und mit dem Verwöhnen.
Da ist das so eine Sache.
Wenn ich all die anderen verwöhne?
Wer sieht denn auf mich?
Bei mir selber.
Da muss ich einmal anfangen.
Zuallererst.
Sonst bleibe ich auf der Strecke.
Ganz ehrlich.
Meinen Weg finde ich schon selbst…
Und deine Lebensphilosophie.
Für mich.
Die finde ich ein wenig kraus.
Altbacken.
Überholt.
Schon klar.
Du selber.
Du wolltest keine andere Frau.
Als eine.
Die sich nach dir richtet.
Und ausrichtet.
Aber ich.
Ich kann auf einen verzichten.
Der mir sagt.
Was ich tun.
Und lassen soll…
Ich finde mich schon zurecht!
Du meinst es gut mit mir.
Sagst du.
Und dass dir mein Glück am Herzen liegt.
Das beteuerst du stets.
Aber dein Glück für mich.
Ist nicht mein Glück für mich.
Und wenn du von mir sprichst.
Dann weiß ich doch.
Dass du dich meinst.
Und in unserem Widerstreit.
Über mein weiteres Leben.
Da möchtest du der Sieger sein.
Mir deinen Willen aufdrücken.
Bis ich nachgebe.
Und mich um den einen kümmere.
Den du für mich im Auge hast.
Dein Pech.
Ich gebe nicht nach.
Ganz bestimmt nicht.
Deine Mühen.
Die kannst du dir sparen.
Ganz bestimmt.
Werde ich dir nie danken.
Händeringend.
Dass du mich gelenkt hast.
In das.
Was du mein Lebensglück nennst.
Für mich…
Wäre es nämlich das Ende!
Vivienne/Gedankensplitter