Wenn du rufst.
Bin ich da.
Sofort.
So schnell es geht.
Und ich kümmere mich darum.
Was du ausgefressen hast.
Weil du wieder Hilfe brauchst.
Von mir.
Geld.
Zeit.
Verständnis.
Du wendest dich an mich.
Mit Selbstverständlichkeit.
Als wäre es das Normalste auf der Welt.
Dass ich die Kastanien aus dem Feuer hole.
Jedes mal wieder…
Ich liebe dich.
Das weißt du.
Obwohl du dich herumtreibst.
Mit allen möglichen Typen.
Die dir nicht gut tun.
Bin ich es.
Der dir helfen darf.
Soll.
Muss…
Es kostet mich Kraft.
So lange geht das schon.
Und ich frage mich.
Immer öfter.
Hab ich das Not?
Du erhörst mich nicht.
Oder besser gesagt.
Nur sporadisch.
Und dass ich dich liebe.
Ist dir egal.
Denn dein Herz ist groß.
Die Zahl deiner Liebhaber auch.
Ich bin nur einer.
Einer von vielen.
Und außerdem.
Habe ich ein Helfersyndrom.
Ich möchte nicht.
Dass du vor die Hunde gehst.
Ich habe die Lizenz zum Retten.
So oft.
Griff ich dir schon unter die Arme.
Und kann schon sein.
Dass ich jedes Mal hoffte.
Du würdest dich ändern.
Du würdest zu mir kommen.
Für immer.
Um ein neues Leben zu beginnen…
Aber eines weiß ich.
Mittlerweile.
Ändern.
Das willst du dich nicht.
Nicht im Geringsten.
Du brauchst dieses wilde Leben.
In dem du strauchelst.
Immer wieder.
Und eine Hand suchst.
Die dir hoch hilft.
Mich?
Mich liebst du nicht.
Du schläfst mit mir.
Wie du mit anderen schläfst.
Gelegenheitshalber.
Und es bedeutet dir nichts.
Nicht das Geringste.
Schon möglich.
Dass du vor die Hund gehst.
Wenn ich mich zurückziehe.
Wenn ich nicht mehr da bin.
Wenn du mich brauchst.
Ich hätte wohl ein schlechtes Gewissen.
Und es täte mir weh.
Weil ich dich liebe.
Noch immer…
Aber wäre es nicht besser?
Besser als das?
Du raubst mir die Kraft…
Vivienne/Gedankensplitter