Eine Abrechnung
Du.
Du bist die Geschichte eines fürchterlichen Irrtums.
Meines Irrtums.
Ich habe dich unterschätzt.
Gewaltig.
Du bist nicht nur ein Miststück.
Du bist viel übler.
Parasitär.
Eine Eiterbeule.
Mehr noch.
Ein bösartiger Tumor.
Der sich durch’s Leben frisst.
Schmarotzt.
Zerstört.
Vor nichts Halt macht.
Auch nicht vor Diebstahl…
Du stiehlst.
Du hast auch mich bestohlen!
Ich habe dir vertraut.
Und ich habe dich unterschätzt.
Du bist die Frau des Fischers.
Du willst mehr.
Und immer mehr.
Auch wenn man einmal nichts mehr hat.
Das man geben kann.
Du lässt nicht locker…
Du bist ein Schwein!
Wenn ich an meine Toilette denke!
Und wie sie aussah.
Nach deinem Besuch.
Ich musste die Fliesen putzen…
Vertrauensbruch.
Du hast meine Emails gelesen.
Privat.
Und nur für mich bestimmt.
Als ich dich an meinen Laptop ließ.
Gnadenhalber.
Und du dachtest.
Du könntest mich verkuppeln.
An einen Pensionisten.
Alt, geil und widerwärtig.
Den du schon gekostet hattest.
Und den du weiter kosten wolltest.
Ich würde das ja nie merken.
Nicht wahr?
So hast du dir das vorgestellt.
Mies und niederträchtig.
Um mich zu halten.
Zu deinem Plaisir…
Das Fass.
Es war riesengroß.
Ich ließ mir viel gefallen.
Von dir.
Aber du stiehlst.
Wie ein Rabe.
Und das brachte es zum Überlaufen.
Das riesige Fass.
Für mich bist du tot.
Eine charakterliche Missgeburt.
Die sich schmarotzt.
durch ihr jämmerliches Leben.
Und stiehlt…
Ich habe bemerkt.
Wie du andere Leute bedrängst.
Dass sie dich mit dem Auto kutschieren.
Obwohl du selber ein Auto hast.
Aber das kostet ja Treibstoff…
Wenn du selber fährst!
Du lässt nicht locker.
Schmerzlos.
Drängst du immer weiter.
Du tust empfindlich.
Und alle.
Sie sind so gemein zu dir!
Du weinst.
Aber es sind Krokodilstränen.
Nicht echt.
Du bist wie eine Made.
Die weiter frisst.
Und du stiehlst.
Nicht nur bei mir.
Man müsste dich prügeln.
Eigentlich.
Immer und immer wieder.
Um dich zur Räson zu bringen.
Obwohl man sich mit dir besudelt.
Als würde man in Jauche greifen.
Gute Worte sind ja verschwendet.
An dich.
Du bestreitest alles.
Und du stiehlst.
Immer wieder.
Weil du nichts taugst…
Bis du dich zu Fall bringst.
Selbst.
Dann stehst du vor dem Nichts…
So wie die Frau des Fischers.
Vivienne/Gedankensplitter