Ein Frühlings-Wintertag… – Gedankensplitter

Samstagmorgen.
Die Sonne empfängt mich.
Mit einem innigen Kuss.
Einer festen Umarmung.
Dass ich die Augen schließe.
Im ersten Moment.
Vor so viel Gefühl.
Vor so viel Nähe.
Vor so viel Licht.
Was habe ich sie nicht vermisst!
Die Sonne.
Und der Himmel.
Tiefblau.
Wie im Frühling…

Später spaziere ich durch mein Viertel.
Ich kann mich kaum satt sehen.
An diesem Himmelsblau.
Kaum ein Wölkchen zu sehen.
Ein sanfter Wind.
Der Boden noch ein wenig gefroren.
Aber.
Es könnte auch schon März sein.
Der Rasen dort vorn.
Hat er nicht schon grüne Spitzen?
Auch die Baumskelette.
Sie wirken wieder lebendig.
Wiegen sich in der sanften Brise.
Ich glaube ihn zu riechen.
Den Frühling.
Wie denn auch anders?
Er ist ja da!
Er umfängt mich.
Im tiefsten Jänner.
Und lässt mich glauben.
Der Winter ist geflohen.
Mit Sack und Pack.
Vor der Allmacht des Frühlings.
Ich könnte es fast glauben.
Wenn nicht die Vögel fehlten.
Die Vögel.
Ihr Gesang ertönt noch nicht…

Was für eine Begrüßung.
Heute Morgen.
Durch die Sonne!
Ihrem Blick entging nichts.
In meiner Wohnung.
Jedes Winkelchen leuchtete sie aus.
Und sie entlarvte die Fenster…
Frühling in mir!
Ich sehne mich nach Frühling.
In meinem Innersten.
In meinen vier Wänden.
Die nach dem Staubsauger schreien…
Ich weiß.
So richtig hat es mich nicht gefreut.
Zu putzen.
In den letzten Wochen.
Aber nun möchte ich wieder Farben sehen.
Weg mit dem Grau.
Das wie ein Schleier über allem liegt.
Als läge ich im Winterschlaf…
Vielleicht bin ich das auch gewesen.
Im Winterschlaf.
Vielleicht.
Bin ich wieder wach geworden.
Durch den Kuss der Sonne.
Durch das Blau des Himmels.
Auf dem nun ein paar Wolken liegen.
Wie Wattehäufchen.
Vielleicht bin ich wach.
Wacher für das Licht.
Wacher für das Leben!

Vivienne/Gedankensplitter

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