Manche Leute.
Sie mögen keine Katzen.
Überhaupt nicht.
Sie rümpfen ihre Nasen.
Verächtlich.
Ablehnend.
Katzentier!
Sie sind zu bedauern.
Diese Leute.
Sie werden sie nie kennen lernen.
Die Liebe einer Katze.
Ihre Hingabe.
Ihre Stärke.
Und ihre Eigenwilligkeit.
Die ganz besonders.
Eine Katze.
Sie unterwirft sich nicht.
Auch wenn man meint.
Der Sieger zu sein.
Die Samtpfote.
Sie gibt nicht auf.
Und sie versucht ihr Ziel
Immer wieder zu erreichen.
Auf versteckten Pfaden.
Klug und geschickt.
Um nicht zu sagen.
Gerissen…
Ein Katzentier.
Es lebt bei mir.
Ein Jahr schon.
Ich besitze es nicht.
Nein.
Und in gewisser Weise.
Gibt sie den Ton an.
Die Katze.
Ich gebe zu.
Ich setze ihr auch weniger Grenzen.
Sie ist viel allein.
Und ich habe ein schlechtes Gewissen…
Manchmal.
Ist sie deswegen auch böse mit mir.
Sie schmollt nicht nur.
Sie stellt auch etwas an.
Genau deswegen…
Ich lasse sie auch auf den Tisch.
Das schockiert manchen Gast.
Aber sie weiß schon.
Wann genug ist.
Und wenn ich sie zurückrufe.
In scharfem Tonfall.
Dann gehorcht sie.
Ganz schnell.
Aber natürlich.
Denkt sie auch nach.
Wie sie sich doch durchsetzt.
Eine Katze.
Sie kann warten…
Ich bin wie eine Katze.
Das kann man schon sagen.
Ich gehöre auch niemandem.
Auf keinen Fall.
Und wenn ich nichts sage.
Dann heißt das noch lange nicht.
Dass ich nachgebe…
Ich bin wie eine Katze.
Anschmiegsam und kuschelig.
Aber nur wenn ich will.
Und zu wem ich will.
Mir schreibt niemand vor.
Wen ich mag.
Und ich verstelle mich nicht…
Man muss wohl denken.
Fühlen.
Sein.
Wie eine Katze.
Um Katzen zu lieben.
Überlege ich mir.
Während die Katze zu mir springt.
Sich einrollt.
Auf meiner Brust.
Und sich an mich schmiegt.
Zärtlich schnurrend…
Ja.
So lässt sich’s leben…
Vivienne/Gedankensplitter