Ein Tag zum Faulenzen – Gedankensplitter

Ein freier Tag.
Unversehens in den Schoß gefallen.
Wie eine reife Frucht.
Ein freier Tag.
Ein Geschenk.
Mit goldenem Sonnenlicht.
Und bunten Blättern.
Einem angenehmen Windhauch.
Und weißen Wolkenfetzen am Himmel…
Wild anmutend.
Aber sehr reizvoll.
Irgendwie.
Nun sind die Wolken graublau.
Eine dichte Bank.
Die einen Teil des Himmels bedeckt.
Regen vielleicht?
Die Sonne ist bedeckt.
Schatten fallen.
Und ich machte das Licht an.
Weil ich nichts mehr sehen kann…

Vorhin habe ich gedöst.
Nein.
Ich habe geschlafen.
Eine gute halbe Stunde.
Zugedeckt.
Das Kätzchen auf meinem Bauch.
Die Beine von sich gestreckt.
Leise schnurrend…
Der Kaffee neben mir.
Er wurde kalt.
Und ich schlief.
Traumlos.
Entspannt.
Zufrieden…
Nicht viele Tage sind wie dieser.
Nicht viele Tage…
Die Wolken sind grau geworden.
Und noch viel dichter.
Kein Sonnenstrahl, der durchbricht.
Kein bisschen blauer Himmel.
Nur dunkle Wolkenmassen.
Die über den Himmel ziehen…
Das Kätzchen ist unter die Decke gekrochen.
Die sich leicht hebt und senkt.
Fast unmerklich…

Morgen.
Ist wieder ein normaler Tag.
Vorbei das Faulenzen.
Vorbei der Müßiggang.
Der Alltag hat mich wieder…
Eine Tasse Tee wäre gut.
Mild und aromatisch.
Ich rieche ihn förmlich.
Und atme den Duft…
Ein freier Tag.
Ein wenig Bummeln in der Stadt.
Ein wenig durch die Straßen träumen…
Der Mond bricht durch die Wolken.
Sanfte Sichel.
Schlank und anmutig.
In einer Woche.
Da wird er voll und rund sein.
Kaum zu glauben…
Das Leben hat seine Gesetze.
Wir folgen ihnen.
Wie der Mond seiner Bestimmung.
Immer wieder.
Ob wir wollen oder nicht.
Auch wenn wir dagegen anlaufen.

Der Mond wird nie eckig.
2×2 wird nie 5!

Vivienne/Gedankensplitter

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