Es ist wohl vorbei – Gedankensplitter

Mir fehlt die Kraft.
Schon länger.
Ausgebrannt.
Leer.
Und müde…
Ich schaffe nichts.
Nichts, auf das ich stolz  sein könnte.
Ich versuche mich.
Immer wieder.
Auf’s Neue.
Und doch…
Ich frage mich.
Wie soll es weitergehen?
Erinnerung.
Harte Entscheidungen.
Und seither ist nichts wie es war.
Mir wurde der Boden entzogen.
Unter den Füßen.
Ich hänge in der Luft.
Finde keinen Halt.
Obwohl ich kämpfe.
Aber es reicht nicht.
Es reicht einfach nicht.
Und ich weiß auch genau.
Niemand versteht es.
Für die bin ich…
Wehleidig.
Während die Made im Speck.
Unbeeindruckt weiter macht.
Kalt und ohne Gefühl.
Und ich mich übergeben möchte.
Wann immer ich sie sehe.
Übergeben.
Und nicht mehr aufhören…

Keiner versteht das.
Keiner versteht mich.
Die Schuld.
Ich trage sie.
Denn einmal ist Schluss.
Nicht  wahr?
Man trägt nicht ewig nach.
Man findet sich ab.
Und tut, als ob nichts wäre…
Das wird uns vorgelebt.
Doch ich bin anders.
Ich weiß es.
Und da muss ich wohl verstehen.
Es kann nicht weitergehen.
So.
Und da ich nicht aus meiner Haut kann…
Man könnte streiten.
Muss das sein?
Tu ich mir nicht selber leid?
Das auch.
Ganz sicher.
Verwunderlich ist es ja nicht.
Am meisten aber schmerzt die Erfahrung.
Manche kommen immer davon.
Parasiten.
Schmarotzer.
Blutegel.
Und.
Das Wort eines Menschen.
Es gilt nichts.
Es macht nichts.
Versprechen zu brechen.
Und dumm ist der.
Der sie glaubt.
Der vertraut.
Und nicht der.
Der sie gibt…
Einfach so…

Ich kann nicht mehr.
Der Alltag kostet Kraft.
Und nicht die Liebe fehlt mir.
Sondern die Aufrichtigkeit.
Neu anfangen.
Es wird nicht leicht sein.
Aber ich denke.
Die Würfel sind längst gefallen.
Gegen mich.
Alles nur Staffage.
Hätte ich anders handeln können?
Aber gewiss!
Ganz sicher!
Schon vor zwei Jahren.
Schlussstrich.
Neubeginn.
Jetzt wird er kommen.
Ohne meinen Willen.
Passiv wird er mich ereilen.
Und ich gehe…
Erleichtert?
Ich weiß nicht.
Aber zumindest mit Hoffnung.
Leiser Hoffnung.
Es wird nicht leicht werden.
Aber ich werde kämpfen.
Wieder richtig kämpfen.
Weil ich muss.
Und weil ich nichts verlieren möchte.
Das mir so teuer geworden ist.
Mein Refugium.
Da bin ich glücklich.
Dafür lohnt es sich zu leben.
Dafür ganz sicher!

Vivienne/Gedankensplitter

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