Der Mensch.
Ein Eroberer.
Träumte vom Himmel.
Und machte sich Flügel.
Träumte von den Weiten des Meeres.
Und machte dem Wasser Balken.
Der Mensch.
Er gibt sich mit nichts zufrieden.
Erforscht die Atome und Moleküle.
Und dringt noch tiefer vor.
Gleichzeitig.
Träumt er von den fernen Sternen.
Von unendlichen Galaxien und Sonnen.
Und auch die.
Möchte er sich untertan machen.
Zäh und klug.
Nähert er sich seinem Ziel.
Beharrlich.
Konsequent.
Unaufhörlich…
Ungeachtet aller Kosten!
Vielleicht.
Werden unsere Nachkommen ferne Sterne bereisen.
Eines Tages.
Vielleicht.
Regieren wir auch galaktische Kolonien.
Wer weiß?
Andererseits.
Hungern hier so viele Menschen.
Sterben viele Kleinkinder früh.
Oder wachsen elternlos auf.
Auf anderen Kontinenten.
Aber auch hier.
Verwahrlosen Jugendliche.
Saufen sich um ihre Lebensperspektiven.
Und verlieren sich…
Menschen.
Ohne Zugang zu Bildung.
Ohne Chance auf einen guten Beruf.
Ohne Chance auf ein Leben in Gesundheit.
Oder in Glück…
Kriege.
Auf aller Welt.
Jeden Tag.
Männer.
Frauen.
Kinder.
Niedergemetzelt.
Gefoltert.
Erniedrigt und Gedemütigt.
Vergewaltigt…
Schwere Krankheiten.
Raffen die Menschen dahin.
Sie sterben wie die Fliegen.
Umweltkatastrophen.
Unendliches Leid.
Hoffnungslosigkeit…
Der Mensch.
Es hat sich die Erde untertan gemacht.
Er hat auf den Mond seine Fahne gepflanzt.
Hat anderen Planeten und Sonnen seine Namen gegeben.
Einfach so.
Und träumt davon.
Das Universum zu beherrschen.
Irgendwann…
Bizarr…
Auf der Erde.
So viele Probleme.
Die zu lösen.
Wohl nicht hundert Jahre ausreichen.
Oder auch mehr.
Ist es nicht vermessen?
Dass die Menschen von fernen Welten träumen?
Während die meisten von ihnen?
Nicht einmal davon wissen?
Und ganz andere Sorgen haben?
Ferne Welten…
Sternenflotten…
Unendliche Weiten…
Sollten wir nicht zuerst bei uns Ordnung schaffen?
Bevor wir unsere Fühler ausstrecken?
Vivienne/Gedankensplitter