Fast erfroren.
Am Wochenende.
Als ich am Weihnachtsmarkte flanierte.
Oder besser gesagt.
Herumirrte.
Floh.
Vor der Kälte.
Eisige Kälte.
Zwischen dem Duft.
Von Langos und Punsch.
Gar nicht so angenehm wie sonst.
Meine Finger in den Handschuhen.
Fast gefühllos.
Kaum mehr zu enteisen.
Ich rettete mich.
In die nächste Straßenbahn.
Erwärmte mich kaum.
Als mich schon der Wind erfasste.
Beim Aussteigen.
Frostiger Wind.
Drohender Wind.
Kälte.
Und der Christbaumverkäufer.
An dem ich vorbeilief.
Verkaufte einen Baum.
Nach dem anderen.
Schon den ganzen Tag…
Wie hält er das nur aus?
Fragte ich mich.
Schiunterwäsche?
Geheizte Schuhe?
Es soll so was geben.
Habe ich gehört…
Später im Warmen.
Da sehe ich manchen.
Wie er zum Christbaumhändler eilt.
Und dann zurückkommt.
Mit Baum.
Oder in die Straßenbahn steigt.
Mit der gebändigten Tanne.
Ich kann mich nicht erinnern.
Dass es einmal so kalt war.
Seit ich hier wohne.
Aber wirklich lange.
Ist das noch nicht.
Und so begehe ich.
Das Fest der Kälte.
Das erste Mal.
Freue mich an meinem dicken Pullover.
Und an der Heizung.
Und meine Finger.
Die sind auch wieder aufgetaut…
Es soll wärmer werden.
Wieder.
Ich glaube es kaum.
Was mir das Thermometer sagt.
Plusgrade.
Für die nächsten Tage.
Und der Schnee.
Er wird weichen.
Er muss weichen.
Schade…
Das Weiß gefiel mir.
Wirklich.
Und der Eisregen.
Er ist keine Alternative.
Nicht wirklich.
Ich fürchte mich schon.
Wenn ich ausrutsche.
Wenn ich falle.
Au weh!
Eis.
Schnee.
Kälte.
Der Winter.
Er hat manches zu bieten.
In dieser Saison.
Fest der Kälte.
Fest der Glätte…
Vivienne/Gedankensplitter