Frieren – Gedankensplitter

Eine kalte Nacht.
Wieder.
Und sie freut sich.
Dass es gemütlich ist.
In der Wohnung.
So wohlig warm…
Vergnügt.
Trinkt sie.
Einen Kaffee.
Und lehnt sich zurück.
Auf der Couch.
Nein.
Den Müll.
Den.
Trägt sie heute.
Nicht mehr hinunter.
Hat schon wieder.
Fast -12°C.
Sie seufzt.
Und isst ein Stück.
Schokolade.
Morgen.
Wird sie das erledigen…
Morgen.
Ist früh genug…

Sie schließt.
Die Augen.
Erinnert sich…
Vor ein paar Jahren…
Da fror sie immer.
Weil immer Winter war.
Jeden Tag.
Tagein.
Tagaus.
Es lag.
Am Umfeld.
Und nicht.
An der Kälte.
Denn die Heizung.
Sie lief auch.
Wie jetzt.
Damals.
Fror sie innerlich.
An der Seele.
Unrecht.
Kalte Menschen.
Hatte sie.
Um sich.
Hart.
Anmaßend.
Infam.
Verdeckt.
Durch ein Mäntelchen.
Der Freundlichkeit.
Des Wohlwollens.
Und des Edelmuts.
Des Edelmutes.
Ganz besonders…

Auf einmal fröstelt sie.
Wie damals.
Einen kurzen Moment nur…
Sie war.
Spielball fremder Interessen.
In jener Zeit.
Und helfen.
Wollte ihr niemand.
Damals.
Nein.
Das war nur ein Vorwand…
Man wollte sie.
Benutzen…
Deshalb.
Fror sie auch.
Im Bett.
Gut zugedeckt.
Weil sie spürte.
Genau.
Dass man ihr.
Nichts Gutes wollte…
Dieser Winter.
Dieser furchtbare Winter.
Er ging zu Ende.
An einem Freitag.
Im Herbst.
Und die Kälte.
Sie verschwand.
Aus ihrem Leben.
Nicht.
Wegen der Heizung.
Und nicht.
Wegen des warmen Pyjamas.
Nein.
Die Kälte.
Sie floh.
Vor der Freude.
Die über sie kam.
Als sie frei war…
Sie lacht.
Und holt sich.
Noch ein Stück Schokolade…

Vivienne/Gedankensplitter

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