Genug istgenug – Gedankensplitter

Was für ein Frühling!
Lauschig.
Spritzig.
Bunt und hell.
Zart Wolkenfäden am Himmel.
In hellem Purpur.
Die Laternen gehen an.
Die Bäume wiegen sich leicht…
Ich träume.
Beim Blick in das frische Grün.
Verlieren sich meine Gedanken…
Mein Leben.
Ein bizarrer Parcours.
Bisweilen.
Hürden und Hindernisse.
Ich habe es mir schwer gemacht.
Selber.
Am meisten aber die.
Die meinten.
Mir helfen zu müssen…
Ich war oft Opfer.
Obwohl ich es nicht wollte.
Manchmal fällt man hinein.
In diese Rolle.
Und sie legt sich an.
Eng wie ein Handschuh.
Manchmal war es bequem.
Zu lamentieren.
Es ist leichter zu reagieren.
Als zu agieren…

Viel zu gut für diese Welt.
Durchaus.
Es heißt aber auch.
Wehret den Anfängen!
Manche Tür wurde geöffnet.
Manchem Unmenschen.
Selber Schuld.
Durchaus.
Aber kein Freispruch.
Kein Freibrief.
Für die anderen.
Genug ist genug.
Die Menschen ändern sich nicht.
Aber ich.
Und den Handschuh des Opfers.
Den möchte ich ablegen.
Für immer.
Es ist nicht falsch.
Die zu meiden.
Die nur sich selbst kennen.
Und andere ausnutzen.
Zu ihrem Pläsier…
Noch klüger wäre es allerdings.
Die Türen früher abzusperren.
Keinen mehr einzulassen.
Der die Perfidität zur Spitze treibt…
Das ist nicht leicht…
Wie das Verrücken einer Pyramide…

Es ist dunkel geworden.
Binnen Minuten.
Die Schatten der Bäume.
Verfließen zu einer dunklen Fläche.
Mich fröstelt.
Ich schließe das Fenster.
Blicke in die Nacht hinaus.
Die Zeit.
Das Leben.
Eine persönliche Aufgabe.
Ein Spiel.
Dessen Verlauf wir selbst bestimmen.
Mit jeder Handlung.
Mit jeder Tat.
Wie man sich bettet, so liegt man.
Ich hätte besser liegen können.
In meinem Leben.
Viel besser.
Es lag auch an mir…

Vivienne/Gedankensplitter

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