Gerede! – Gedankensplitter

Erwin saß…
Auf dem Balkon.
Unter dem großen Schirm.
Eben war Iris.
Die Tochter der Nachbarn.
Gekommen.
Der Hund hatte sie…
Bellend.
Und schwanzwedelnd…
Begrüßt.
Bevor sie…
Ins Haus gegangen war.
Erwin nahm…
Einen Schluck.
Von seinem Bier.
Man konnte.
Die Uhr…
Nach ihr stellen.
Sonntagvormittag…
Kam sie pünktlich.
Zu den Eltern.
Kochte und versorgte sie.
Und am Nachmittag.
Fuhr sie wieder weg.
Mit dem Zug.
Seit über drei Jahren…
Seit sie…
In die Stadt gezogen…
War.
Mit Ende dreißig.
Völlig überraschend.
Für alle…
In der Siedlung.
Was war nur…
Der Grund gewesen?

Das fragten sich alle.
Streit?
Ärger?
Wohl nicht.
Weil sie kam fast…
Jeden Sonntag.
Gab es etwa…
Einen Mann…
In ihrem Leben?
Aber niemand wusste…
Etwas.
Die Nachbarn tauschten sich.
Regelmäßig aus.
Über die Tochter.
Immer war sie…
Dagewesen.
Für die Eltern.
Hatte sich frei genommen.
Bei Arztbesuchen.
Amtswege erledigt.
Gut kam Iris.
Bei dem Getratsche.
Nicht weg.
Man schimpfte über sie.
Dass sie ihre Eltern.
Im Stich…
Gelassen hatte.
Mit über Siebzig!
Ein Wahnsinn sowas!
Und das nicht etwa…
Um zu heiraten…
Das hätte man…
Ja noch…
Verstanden.
Aber sie lebte…
Lieber allein…
Als mit den Eltern!

Die meisten Leute.
In der Siedlung.
Grüßten Iris nicht mehr.
Wenn sie sonntags kam.
Sie ignorierte das.
Und ließ diese…
Einfach links liegen!
Kein schlechtes Gewissen!
Keine Spur von Anstand.
Keiner…
Hatte das glauben…
Wollen…
Als sie weg war.
Von einem Tag.
Auf den anderen.
Und einige waren…
Überzeugt gewesen.
Dass sie es alleine.
Nicht aushalten würde.
In der Stadt.
Und bald wieder…
Zurückkommen würde.
Aber mittlerweile…
Lebte sie drei Jahre.
In einer Wohnung.
Es ging ihr gut.
Wie es so hieß.
Dass sie so kalt…
War.
So ungerührt.
Hatte alle überrascht.
Aber wie hieß es…
Man kann…
In einen Menschen…
Nicht hineinsehen…

Vivienne/Gedankensplitter

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