Bisweilen.
Möchte man verzweifeln.
Am Leben.
An den Gegebenheiten.
Die nun mal so sind.
Und nicht anders.
Das Leben ist kein Spaziergang.
Und die.
Die meinen.
Sie hätten alle Trümpfe in Hand.
Könnten sich die Welt so bauen.
Gegen alle Regeln.
Gegen jeden Anstand.
Unersetzbar.
Die werden straucheln.
Früher oder später.
Hart fallen.
Und mancher.
Wird nie mehr aufstehen…
Ich weiß es.
Und manchmal tröstet es.
Aber nicht immer.
Und dann begreife ich wieder.
Ich bin zu gut für diese Welt!
Viel zu gut.
Ich müsste ein Schwein sein.
Um zu bestehen.
Mich in den Vordergrund zu spielen…
Wäre ich dann glücklicher?
Ich denke nicht.
Ich bin nun mal.
Wie ich bin.
Kein Erfolgsmensch.
Kein Star.
Ich sehe zu.
Wie die dümmsten Bauern.
Die größten Kartoffeln ernten.
Dann fühle ich Bitterkeit.
Das Leben ist hart aber ungerecht.
Mag sein.
So scheint es zu sein.
Aber Frechheit allein.
Die siegt nicht.
Und mancher Krug bricht.
Früher als er glaubt.
Ich bin stark.
Nicht jeder würde durchstehen.
Was ich durchstehe.
Konsequenter als alle.
Und aufzwingen.
Lasse ich mir nichts.
Auch wenn mancher sich dem Wahn hingibt.
Er könnte mich biegen.
Verbiegen.
Ich gebe nicht nach.
Nie…
Hart aber ungerecht.
So scheint mir das Leben.
Bizarr.
Und am nächsten Tag.
Genieße ich den jungen Frühling.
Träume von meiner Liebe.
Und spüre.
Wie gefestigt ich in mir bin.
Ich war krank.
Ich war am Stürzen.
Es war nicht der Verdienst anderer.
Dass ich nicht gefallen bin.
Auch wenn sie es meinen.
Ich habe gelernt.
Allein zu sein.
Ich habe gelernt.
Das Allein sein zu schätzen.
Ich habe gelernt.
Den zu lieben.
Den ich will.
Und nicht den.
Den ich lieben soll.
Ich will.
Ein mächtiges Wort.
Ich sage es zu selten.
Ich traute mich nicht.
Ich wollte nicht selbstsüchtig sein.
Aber die wahrhaft Selbstsüchtigen.
Die scheren sich keinen Deut.
Um die anderen.
Hart aber ungerecht.
Aber nur dann.
Wenn man sich alles gefallen lässt…
Vivienne/Gedankensplitter