Der Herbst ist da.
Liegt auf dem Land.
Hat sich angesiedelt.
Fast unmerklich…
Gerade hat es geregnet.
Die Sonne.
Sie bricht durch die Wolken.
Die Blätter der Bäume.
Sie glänzen.
Frisch gewaschen…
Ich lehne am Fenster.
Nehme sie auf.
Die Szenerie.
Den Kampf.
Wolken gegen Sonne.
Grau gegen Hell…
Das Glück.
Es ist ein anderes.
Als früher.
Als ich jung war.
Da forderte ich.
Wünsche.
Träume.
Alles sollte wahr werden.
Am besten gleich.
Und akkurat.
Wie ich es wollte…
Grau.
Es breitet sich am Himmel aus.
Dort.
Ein Stückchen Blau.
Ein Loch in den Wolken…
Heute.
Da bin demütig geworden.
Ich fordere nicht.
Und wie.
Sagte ein großer Denker.
Glück.
Ist die Abwesenheit von Unglück…
Wahr gesprochen.
Sollte nichts Übleres passieren.
Als das einmal nichts passiert.
Nichts Gröberes.
Dass ein Tag vergeht.
An dem man sagt.
War nichts.
Wie gut!
Wer redet noch?
Von Wünschen?
Von Träumen?
Von großen Erfolgen?
Niemand.
Ich nicht.
Das Stück Blau.
Es wächst.
Und breitet sich aus.
Aber graue Wolken.
Sie drängen nach.
Die Bäume.
Sie glänzen nicht mehr.
Die Sonne ist verdeckt…
Es regnet wieder…
Ich bin krank.
Angeschlagen.
Graue Gedanken.
Grau.
Wie der Regen.
Wie die Wolken.
Welch ein grausames Jahr!
Und…
Es ist noch nicht vorbei.
Das Bitterste.
Ist vielleicht noch gar nicht geschehen…
Ich mag nicht daran denken.
Nein.
Das Stück Blau.
Ist wieder fast verschwunden.
Zugewachsen.
Von den Wolken geschluckt…
Es kühlt wieder ab.
Und ich meine.
Den Wind zu spüren.
Wie er durch die Bäume streicht.
Und durch meine Haare…
Lachen.
Werde ich je wieder lachen?
Richtig?
Wird alles nur mehr schlimmer?
Ich beiße auf die Lippen.
Und wende mich ab…
Vivienne/Gedankensplitter